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DEL : Favoritensiege zum Saisonauftakt

  • Aktualisiert am

1. Saisontor in der DEL: Die Barons jubeln in Köln Bild: dpa

Wechselgerüchte um Trainer Hans Zach, Unruhe in Kassel - dennoch besiegten die Huskies Essen mit 2:0.

          2 Min.

          Meister Adler Mannheim hat sich zum ersten Saisonsieg gezittert: Der viermalige deutsche Eishockey-Meister gewann gegen die Revier Löwen Oberhausen erst im Penalty-Schießen mit 3:2 (1:1, 1:1, 0:0).

          „Wir waren zu holprig“, sagte Mannheims Trainer Bill Stewart. „Die Mannschaft muss sich noch finden, aber die Saison ist noch so lang.“

          18.410 Zuschauer sahen kein Kölner Tor

          Vizemeister München Barons punktete bei den Kölner Haien überzeugend mit einem 3:0 (1:0, 1:0, 1:0), die Haie konnten sich nur über die Kulisse von 18.410 Zuschauer freuen. Die Hannover Scorpions deklassierten die Iserlohn Roosters vor 6458 Zuschauern in der Preussag-Arena mit 6:0 (0:0, 4:0, 2:0) und kletterten an die Tabellenspitze.

          Die DEL zieht - volle Hallen zum Auftakt

          Die Düsseldorfer EG siegte bei den Berlin Capitals mit 2:1 (0:0, 1:0, 1:1). Die von Bundestrainer Hans Zach trainierten Kassel Huskies erreichten vor 5004 Fans in der Eissporthalle am Auestadion ein 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) gegen die Moskitos Essen.

          4600 Zuschauer sahen das 3:2 (1:1, 2:1, 0:0) der Wild Wings aus Schwenningen gegen die Nürnberg Ice Tigers. Augsburg liegt nach einem 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) gegen die Krefeld Pinguine auf Rang sieben. Nach Maß verlief der erste Spieltag auch für die Eisbären aus Berlin: Mit 4:1 (1:1, 0:0, 3:0) besiegten sie die Frankfurt Lions vor 6800 Fans.

          Capitals: Nur ein gemeinsames Training - 1:2

          Die Mannheimer taten sich gegen die Revier Löwen erstaunlich schwer. Von Experten und den meisten DEL-Trainern als haushoher Favorit für den Titel gehandelt, konnte das Team von Trainer Bill Stewart die hohen Erwartungen im ersten Spiel vor 6500 Zuschauern im heimischen Eisstadion am Friedrichspark nicht erfüllen. Dave Tomlinson sorgte mit seinem Penalty-Treffer dafür, dass den Adlern doch noch ein passabler Saisonstart gelang.

          Erst in der letzten August-Woche erhielten die Berlin Capitals endgültig die Lizenz für die höchste deutsche Spielklasse. Von den 19 Profis, die am Freitag vor 5400 Zuschauern in der Deutschlandhalle aufs Eis liefen, waren vier erst am Donnerstag verpflichtet worden. Nach nur einem gemeinsamen Training spielten die Capitals erstaunlich selbstbewusst auf. Einen Sieg konnten sie gegen die DEG aber dennoch nicht einfahren. Routinier Alexander Tscherbajew (43.) bescherte den Berlinern den einzigen Treffer.

          „Die Mannschaft ist mit der heißen Nadel gestrickt“, sagte Berlins Trainer Gunnar Leidborg. DEG-Kollege Georg Brunner lobte: „Wenn sie weiter so spielen, wird sich noch mancher Gegner die Zähne an ihnen ausbeißen.“

          Scorpions erster Tabellenführer

          Den Kölner Haien verdarben die Barons um Coach Sean Simpson den Saisonauftakt. Im Tor der Münchner behielt der deutsche Nationalspieler Christian Künast eine saubere Weste. Für München trafen Andrej Strachow (9.), Jason Herter (26.) und Simon Wheeldon (60.).

          Nach anfänglicher Nervosität und einem 0:0 nach dem ersten Drittel liefen die Scorpions aus Hannover zu Hochform auf. Innerhalb von fünf Minuten traf das Team von Trainer Dieter Frenzel vier Mal. Leonard Soccio (30.), Jakob Karlsson (32.), Mattias Lööf (35.) und Dominic Lavoie (35.) waren erfolgreich. Egor Baschkatow (49.) und Igor Chibirew (56.) besorgten die weiteren Tore.

          Wechselgrüchte um Zach

          In Kassel beruhigte Trainer Hans Zach die verunsicherten Fans. Die Saison sei nicht in Gefahr, allerdings seien vier Jahre in Kassel genug. Damit bestätigte der Bundestrainer nach dem 2:0 über die Moskitos Essen Wechselgedanken: „Ich möchte um die Meisterschaft mitspielen. In Kassel fehlen dazu die finanziellen Möglichkeiten.“

          Mit einem Etat von rund 7,9 Millionen Mark liegen die Huskies im Mittelfeld der DEL-Rangliste, die von den Kölner Haien (15,5) angeführt wird. „Alles ist noch offen. Nichts ist unterschrieben, und Gespräche hat es auch noch keine gegeben“, wehrte Zach Spekulationen um den möglichen neuen Arbeitgeber ab.

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