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Darts-WM : Die niederländische Invasion ist abgewehrt

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Leicht und locker: Pjil Taylor (l.) hält Raymond van Barneveld auf Distanz Bild: AP

Ein rein niederländisches Finale im urbritischen Kneipenspiel Darts schien möglich: Dann aber schlagen der englische Rekordweltmeister Phil Taylor und der Schotte Gary Anderson zurück und qualifizieren sich für das Endspiel am Sonntagabend.

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          Es „drohte“ bei der 22. Auflage der PDC-Weltmeisterschaft im Darts erstmals ein Finale ohne britische Beteiligung - statt zwei Niederländern stehen am Sonntag nun aber der englische Rekordweltmeister Phil Taylor und der Schotte Gary Anderson im Endspiel der Darts-WM des Profi-Verbands PDC. Die beiden Briten qualifizierten sich am Samstagabend mit relativ deutlichen Siegen gegen ihre niederländischen Gegner.

          Anderson beendete zunächst im ersten Halbfinale den Traum des Vorjahres-Weltmeisters Michael van Gerwen von der Titelverteidigung. Nach dem 6:3-Sieg steht der Schotte zum zweiten Mal nach 2011 im Endspiel der WM. Dort trifft er auf den sechzehnfachen Weltmeister Taylor, der dank eines ungefährdeten 6:2-Siegs nach Sätzen gegen seinen Erzrivalen Raymond van Barneveld zum 18. Mal ein solches Finale bestreiten darf. An einem Vorhaben scheiterte Taylor im Finale freilich zweimal knapp: Noch nie hat der erfolgreichste Spieler der Darts-Geschichte bei einer WM einen Nine-Darter gespielt, also die 501 Punkte eines einzelnen Spiels mit der geringst möglichen Zahl von neun Würfen runtergespielt. Gegen van Barneveld war er zweimal bis zum achten Wurf auf dem richtigen Kurs zu diesem Kunststück, verfehlte dann aber jeweils die Dreifach-19 knapp. Das war allerdings womöglich ein gutes Omen: Die drei bislang letzten Spieler, die bei dieser und der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr einen Nine-Darter erzielten, verloren ihre Spiele trotz der singulären Glanzleistung.

          Auch wenn nun zwei Briten das letzte, auf sieben Gewinnsätze mit je fünf legs (einzelne Spiele) angesetzte Finale bestreiten, steht die laufende Weltmeisterschaft für die Expansion des Spiels über die Insel hinaus. Kamen vor wenigen Jahren meist noch sieben oder gar alle acht Viertelfinalteilnehmer aus England, so vertraten in diesem Jahr nur noch Taylor und sein Landsmann Stephen Bunting sowie drei Schotten die Farben des alten Darts-Empire. Neben den Halbfinalverlierern stand zudem ein weiterer Niederländer, Vincent van der Voort, unter den besten acht.

          Gary Anderson (l.) steht im Finale, Titleverteidiger Michael van Gerwen schaut am Sonntag zu
          Gary Anderson (l.) steht im Finale, Titleverteidiger Michael van Gerwen schaut am Sonntag zu : Bild: AP

          Die deutschen Teilnehmer feierten einen kleinen Achtungserfolg, indem sich erstmals zwei Spieler für die zweite Runde qualifiziert hatten. Das 18 Jahre alte Talent Max Hopp darf dank des Vorrückens unter die Top 64 der Geldrangliste  der PDC im neuen Jahr mit der Tourkarte ausgestattet an deutlich mehr Turnieren teilnehmen als bisher. Dies eröffnet ihm die Chance, sich als Profi in der erweiterten Weltspitze zu etablieren.

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