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Niklas Kaul : Da kommt der Zehnkampfheld her

Umbenennung auf eigene Faust: Ein Radiosender hat die Idee aus sozialen Netzwerken aufgenommen und Niklas Kauls Heimatgemeinde Saulheim umbenannt. Bild: Daniel Meuren

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul hat sich kurz vor der WM noch im Aufbauen von Ikea-Schränken geübt. Auf Mainzerisch, der Sprache seiner rheinhessischen Heimat, sagen Leute, die ihn kennen: „Er hat ko Ferz im Hern“.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Niklas Kaul hatte in Doha seine Ehrenrunde noch nicht beendet, da lief auf Facebook schon eine – spaßig gemeinte – Diskussion darüber, wer denn nun Anspruch auf den bisher jüngsten Zehnkampf-Weltmeister erheben dürfe. Ist er Mainzer, weil er für den dortigen USC startet, dem er seit seinem elften Lebensjahr angehört? Oder ist er Saulheimer, weil er in der rheinhessischen Gemeinde bis Ende August gelebt hat? Und schon heben sie in Österreich die Finger und machen einen 50-Prozent-Anteil geltend, schließlich stammt Mutter Stefanie aus der Steiermark.

          Tatsache ist, dass es sich bei Kaul nicht nur um einen außergewöhnlichen Sportler handelt, der Talent, Ehrgeiz und Disziplin in einem optimalen Verhältnis vereint, sondern auch um einen trotz seiner jungen Jahre sehr reifen Athleten. „Er ist mit seinen 21 Jahren eine ganze Ecke weiter als ich mit 28“, bescheinigte Zehnkampfkollege Kai Kazmirek dem neuen Weltmeister. Und ARD-Experte Frank Busemann, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 1996, zeigte sich von Kaul so beeindruckt, dass er Zweifel an dessen Geburtsdatum äußerte: „Ich weiß nicht, ob das wirklich sein Geburtsdatum ist, oder das Datum, an dem seine Eltern ihn gefunden haben.“

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