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Istaf Indoor in Berlin : Cindy Roleder sprintet zu persönlicher Bestzeit

  • Aktualisiert am

Hürdensprinterin Cindy Roleder freute sich in Berlin über eine neue persönliche Bestzeit. Bild: dpa

Beim Istaf-Hallenmeeting in Berlin strahlt vor allem Europameisterin Cindy Roleder. Raphael Holzdeppe verpasst dagegen trotz passabler Höhe die EM-Norm. Grund zur Panik sieht er aber noch nicht.

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          Diskuswurf-Olympiasieger Christoph Harting hat beim Berliner ISTAF Indoor im vierten Anlauf seinen ersten Sieg gefeiert. 181 Tage nach seinem Gold-Coup von Rio de Janeiro gewann der Lokalmatador vom SCC Berlin beim Leichtathletik-Hallenmeeting mit 63,84 Metern - die 12 600 Zuschauer in der ausverkauften  Mercedes-Benz-Arena bejubelten den 26-Jährigen im ersten Wettkampf seit den Olympischen Spielen. Zweiter wurde zum Abschluss einer stimmungsvollen Show der Magdeburger Martin Wierig mit 62,67 Metern vor dem Österreicher Lukas Weißhaidinger (62,23). Im Vorjahr war Christoph Harting mit 64,34 Metern Zweiter hinter seinem Bruder Robert, der diesmal wegen Trainingsrückstands abgesagt hatte.

          Stabhochspringer Raphael Holzdeppe wurde in seinem Wettbewerb Dritte, hat die Norm für die Hallen- Europameisterschaften in Belgrad aber abermals verpasst. Der WM-Zweite vom LAZ Zweibrücken überquerte 5,70 Meter - acht Zentimeter fehlten zur geforderten Höhe für die Leichtathletik-EM Anfang März. Gefeierter Sieger vor 12 600 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena war der Pole Piotr Lisek, der mit 5,86 Metern auch Brasiliens Olympiasieger Thiago Braz da Silva (5,70) bezwang. Der Olympia-Vierte Lisek scheiterte dreimal an der Höhe von 6,05 Metern.

          Stabhochspringer Raphael Holzdeppe wurde Dritter, verpasste aber die Norm für die Hallen-EM Bilderstrecke
          Stabhochspringer Raphael Holzdeppe wurde Dritter, verpasste aber die Norm für die Hallen-EM :

          Dennoch sieht Holzdeppe noch keinen Grund zur Panik. „Wenn nichts dazwischenkommt, fällt die Norm auf jeden Fall“, sagte der Weltmeister von 2013. Die Revanche für Rio musste in Berlin ausfallen, weil der Olympia-Zweite und Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich) kurzfristig abgesagt hatte.

          Sprint-Oldie Kim Collins verpasste seinen vierten Sieg in Serie um ganze zwei Hundertstelsekunden. Der schon 40 Jahre alte Ex-Weltmeister aus St. Kitts und Nevis musste sich im 60-Meter-Finale in 6,59 Sekunden nur dem britischen Europameister James Dasaolu (6,57) geschlagen geben. Collins hatte 2014, 2015 und 2016 in Berlin gewonnen. „Jetzt muss ich ja nächstes Jahr wiederkommen“, sagte er lachend.

          Das erhoffte Istaf-Triple schaffte derweil Hürdensprinterin Cindy Roleder: Die Europameisterin vom SV Halle stürmte nach 2015 und 2016 abermals zum Sieg. Diesmal kam sie nach 60 Metern in 7,85 Sekunden als Erste ins Ziel – für sie neue persönliche Bestleistung in der Halle. „Das hatte ich mir vorgenommen – richtig geil. Bombastische Stimmung hier!“, sagte die strahlende Siegerin.

          Weitspringerin Alexandra Wester hat ihren Vorjahressieg dagegen nicht wiederholt. Die 22-Jährige aus Köln wurde mit 6,71 Metern Dritte. Einen überlegenen Sieg feierte die serbische Europameisterin Ivana Spanovic, die mit 6,87 Metern die Jahresweltbestweite der Amerikanerin Sha'Keela Saunders um 14 Zentimeter übertraf. Als Zweite erfüllte auch Claudia Salman-Rath mit starken 6,76 Metern die Norm für die Hallen-Europameisterschaften Anfang März in Belgrad (6,55).

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