https://www.faz.net/-gtl-o7yg

Champions League : Stuttgart souverän auf Kurs Achtelfinale

  • Aktualisiert am

Szabics bringt den VfB auf Siegkurs Bild: AP

Mit dem 2:0 gegen Panathinaikos Athen und seinem zweiten Heimsieg in der Champions League legte der VfB Stuttgart den Grundstein zum Einzug ins Achtelfinale. „Wir sind nie in Gefahr geraten“, sagte Trainer Magath.

          2 Min.

          Der VfB Stuttgart sorgt in der Champions League weiter für Furore. Mit dem 2:0 (2:0)-Sieg gegen Panathinaikos Athen legte der Bundesliga-Zweite am Mittwochabend fast im Schongang den Grundstein zum Einzug ins Achtelfinale.

          Imre Szabics (13.) und Zvonimir Soldo (25.) stellten mit ihren Toren den zehnten Europacup- Heimsieg der Schwaben unter der Regie von Trainer Felix Magath sicher, der vor 50.348 Zuschauern im Daimler-Stadion gegen einen harmlosen Gegner zu keiner Phase gefährdet war. Mit einem Erfolg in 14 Tagen in Athen kann der VfB die Tür zur K.o.-Runde nun bereits ganz weit aufstoßen.

          Nur 30 schwungvolle Minuten

          „Wir wußten, daß die Griechen Verletzungsprobleme haben und nicht so stabil im Kopfballspiel sind. Es war von Anfang an unser Ziel, dies auszunutzen. Wir haben sehr gut und konzentriert begonnen. Durch die frühen Tore war es dann relativ einfach, zumal Panathinaikos nie aufgemacht und seine abwartende Haltung bis zum Schluß nicht aufgegeben hat“, sagte Stuttgarts Trainer Felix Magath.

          Noch kommt Zvonimir Soldo (r.) als einer der Gratulanten, um das 1:0 durch Imre Szabics zu feiern, Minuten später trifft der in der Verteidigung unbeschäftigte Kapitän selbst

          Allerdings begeisterten die Schwaben ihre Fans drei Wochen nach der Galavorstellung beim 2:1 gegen Manchester United im zweiten Heimspiel der Vorrunden-Gruppe E gegen den 21maligen griechischen Meister nur knapp 30 Minuten lang mit schwungvollem Offensivfußball. Danach begnügten sie sich angesichts des schweren Programms in der Bundesliga damit, den 2:0-Vorsprung zu verwalten.

          Schonprogramm für die Hintermannschaft

          Bis dahin hatte die Mannschaft unter der Regie von Horst Heldt, der diesmal Alexander Hleb als Spielgestalter klar an Wirkung übertraf, ein gefälliges Kombinationsspiel aufgezogen, dem die stark ersatzgeschwächten Gäste nichts entgegen zu setzen hatten. Der in der Defensive kaum geforderte Soldo schaltete sich häufig wirkungsvoll in den Angriff ein und nutzte seine Freiheiten auch als Torschütze. Die Abwehr vor Torhüter Timo Hildebrand wurde von den Griechen auf keine ernsthafte Probe gestellt.

          Mit einem Schuß aus spitzem Winkel, den Panathinaikos-Keeper Antonis Nikopolidis mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte, gab Heldt (11.) das Startsignal zu einer furiosen VfB-Viertelstunde. Als Szabics zwei Minuten später nach Flanke des wieder respektlos aufspielenden Philipp Lahm zum 1:0 eingeköpft hatte, war der Wunsch von Magath nach einem frühen Führungstor erfüllt. Der Stuttgarter Trainer sah von der Bank aus zufrieden zu, wie seine Mannschaft immer mehr die Kontrolle über das Spiel gewann. Ausdruck der deutlichen Überlegenheit war der zweite Treffer, den Soldo unbedrängt per Kopf nach einer Ecke von Heldt markierte.

          „Nie in Gefahr geraten“

          Danach gönnten sich und dem überforderten Gegner eine Verschnaufpause. Doch mit dem sich bietenden Raum im Mittelfeld wußte Panathinaikos wenig anzufangen. Die Mannschaft mit dem früheren Gladbacher Markus Münch im Mittelfeld erspielte sich gegen eine aufmerksame Stuttgarter Hintermannschaft erst in der 57. Minute durch Panagiotis Fyssas ihre erste Torchance. Da hätte der VfB längst mit 3:0 führen müssen, doch Torhüter Nikopolidis verhinderte mit seiner Fußabwehr gegen Szabics (55.) einen weiteren Treffer des Ungarn. Danach wurde auch Heldt geschont und durch Christian Tiffert ersetzt.

          „Wir wollten in der zweiten Halbzeit eigentlich noch ein drittes Tor machen, um auf der sicheren Seite zu sein. Aber die Spieler haben es sehr gut kontrolliert, und so sind wir nie in Gefahr geraten“, betonte Magath.

          In der letzten halben Stunde ließen die Stuttgarter in der Offensive allerdings jegliche Konsequenz vermissen und vergaben damit etwas fahrlässig die Möglichkeit, ihr Torverhältnis entscheidend aufzubessern. Bei einem 25 m-Kracher von Angelos Bassinas (79.) bekam sogar Hildebrand am Ende noch einmal Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

          Weitere Themen

          Ajax vor dem Aus

          Europa-League-Hinspiele : Ajax vor dem Aus

          Im vergangenen Jahr mischte Amsterdam noch die Champions League auf, nun droht das frühe Ausscheiden eine Etage tiefer. Schiedsrichter Aytekin muss ganz andere Probleme lösen.

          Topmeldungen

          Nach dem Terrorakt in Hanau : Zeichen gegen das Gift

          Hanau steht unter Schock: Der Bundespräsident spricht von einer tiefen Wunde. Vertreter der Migranten-Community fordern von Innenminister Seehofer mehr Sicherheit. Und Hessens Ministerpräsident sagt, er könne die Angst verstehen.
          Beweissicherung am Tatort: Deutschland hat ein Problem mit Rechtsterror, das ist nicht mehr zu übersehen. Was jetzt?

          Morde in Hanau : Böser, als die Polizei erlaubt

          Statt zwischen Rechtsextremismus und Rechtsterror zu unterscheiden, sollte man beides bekämpfen. Der Staat und seine Organe müssen jetzt aufrüsten – technisch, aber auch mental.

          Gericht hebt Stopp auf : Tesla darf weiter roden

          Umweltschützer erwirkten im Eilverfahren einen Rodungsstopp auf dem Gelände der geplanten Tesla-Autofabrik. Doch nun hat ein Gericht beschlossen: Die Bäume dürfen gefällt werden. Der Beschluss ist nicht weiter anfechtbar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.