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Champions League : Leverkusener Visionen

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Sieht sich noch einmal in Manchester: Klaus Toppmöller Bild: dpa

Nach dem 0:2 gegen ManU sagte Toppmöller: „Ich habe das Gefühl, dass wir noch mal nach Manchester kommen“. Dort wird am 28. Mai das Finale ausgetragen.

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          Die Freude auf weitere Festspiele in der europäischen Königsklasse wurde durch die unbedeutende Niederlage nicht getrübt. „Wir haben uns mit unserem B-Team gut verkauft. Ich hoffe, die Jungs haben gegen diese Top-Truppe etwas gelernt“, befand Bayer Leverkusens Trainer Klaus Toppmöller nach dem 0:2 bei Manchester United im letzten Vorrundenspiel der Champions League.

          Während für den Bayer-Coach gleich nach der Rückkehr von der Insel die Bundesligavorbereitung im Vordergrund stand, fieberte Reiner Calmund der Champions-League-Auslosung am Freitag entgegen.

          Toppmöllers Vorahnung

          Nach der erneuten Qualifikation für die zweite Gruppenphase in der Champions League rechnet der Leverkusener Manager mit einer ähnlich schweren Gruppe wie im Vorjahr. „Eine spanische und eine italienische Mannschaft sind uns sicher“, sagte Calmund. „Vielleicht ja auch Moskau oder Basel“, meinte Bayer-Profi Hanno Balitsch.

          Eine ganz andere Vorahnung hat Trainer Toppmöller. „Ich habe das komische Gefühl, dass wir hier noch einmal hinkommen werden“, meinte der Coach. Was bedeuten würde, dass Bayer mindestens das Viertelfinale erreicht oder sogar wieder das Endspiel, das im kommenden Mai in Manchester ausgetragen wird.

          Simak und Franca enttäuschen

          Dazu bedarf es allerdings auch mit dem zurückkehrenden Stammpersonal einer erheblichen Leistungssteigerung. Die von Toppmöller als „Bewerbungsspiel“ ausgerufene Partie beim ebenfalls vorzeitig qualifizierten 14-maligen englischen Meister, der nahezu in Bestbesetzung antrat, nutzten nicht alle Bayer-Profis.

          Vor allem die Neuzugänge Jan Simak, der beim Stande von 0:0 einen Elfmeter verschoss, und der eingewechselte Brasilianer Franca blieben wieder einmal hinter den Erwartungen zurück. Pluspunkte konnten Innenverteidiger Thomas Kleine und Mittelfeldspieler Marko Babic sammeln.

          „Elfmeter war Schlüsselszene“

          Vor über 66.000 Zuschauern wehrte sich die insgesamt ohne acht verletzte, gesperrte oder geschonte Akteure angetretene Bayer-Elf tapfer. „Der verschossene Elfmeter war die Schlüsselszene. Ich hätte gerne gesehen wie Manchester auf einen Rückstand reagiert hätte“, meinte Toppmöller.

          So nutzten die nach der am Wochenende erlittenen Derby-Niederlage gegen Manchester City keineswegs souveränen Gastgeber die erste Unachtsamkeit in der Bayer-Defensive zum 1:0 durch den Argentinier Juan Sebastian Veron (42.). Torjäger Ruud van Nistelrooy, der schon beim 2:1-Sieg im Hinspiel beide Treffer erzielte, traf zum 2:0 (69.).

          „Krise ist noch nicht vorbei“

          Vor dem Punktspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag fordert Toppmöller volle Konzentration auf die Bundesliga. „Da wollen wir jetzt noch mal angreifen“, meinte der Leverkusener Coach, der im West-Derby wieder auf seine bewährte Formation zurückgreift.

          Nationalspieler Bernd Schneider warnte jedoch vor zu großer Selbstgefälligkeit. „Das Spiel gegen Gladbach ist wirklich wichtig. Unsere Krise in der Bundesliga ist so einfach nicht vorbei.“

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