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Champions League : Leverkusen gewinnt 3:1 gegen Juventus Turin

  • Aktualisiert am

Torwart als Torschütze: Jubel von und mit Jörg Butt Bild: dpa

Bayer Leverkusen hat durch einen 3:1-Sieg gegen Turin seine Chance auf das Viertelfinales der Champions League gewahrt.

          Bayer 04 Leverkusen hat sich mit einem 3:1 (1:0) gegen Juventus Turin die Chance auf den Viertelfinal-Einzug in der Champions League bis zum letzten Zwischenrunden-Spiel offen gehalten.

          Trotz eklatanter Personalprobleme kam der Bundesliga- Spitzenreiter durch einen verwandelten Foulelfmeter von Torwart Hans-Jörg Butt (23.) sowie den Treffern von Thomas Brdaric (71.) und Joker Marko Babic (90.) zum vollauf verdienten Erfolg. Der Kroate Igor Tudor (61.) hatte zwischenzeitlich für Turin ausgeglichen.

          Rechenschieber-Finale am letzten Spieltag

          Da sich überraschend Deportivo La Coruna 2:0 (2:0) bei Arsenal London durchsetzte, kommt es am nächsten Mittwoch in der Gruppe D zum Rechenschieber-Finale um den Einzug ins Viertelfinale. Leverkusen kann es mit einem Sieg in La Coruna aus eigener Kraft erreichen. Dagegen hat Juventus Turin im letzten Spiel gegen Arsenal wegen der direkten Vergleiche keine Chance mehr. La Coruna ist aufgrund der direkten Vergleiche nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Sollten beide Spiele Remis enden, hätte Leverkusen gegenüber London das Nachsehen.
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          1. Deportivo La Coruña 6:3 Tore / 10 Punkte
          2. Arsenal London 8:7 / 7
          3. Bayer Leverkusen 8:10 / 7
          4. Juventus Turin 6:8 / 4
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          In der Gruppe C hat der FC Porto seine Chance auf ein Weiterkommen gewahrt. Der portugiesische Vizemeister gewann 2:1 (1:0) gegen den Tabellenzweiten Panathinaikos Athen und verkürzte den Rückstand zu den Griechen auf drei Zähler. Für Porto trafen Deco Sousa (12.) und Jesus Pena (54.), den Anschlusstreffer besorgte Joonas Kolkka (65.).

          Ohne Chance ist dagegen Sparta Prag nach der 0:3 (0:0)-Niederlage bei Real Madrid. Die „Königlichen“ aus Madrid konnten es sich sogar leisten, die zweite Garnitur auflaufen zu lassen. Den fünften Sieg im fünften Gruppenspiel der Zwischenrunde besorgten Santiago Solari (60.), Guti (64.) und Savio (71.).

          Verletzung von Nowotny

          Überschattet wurde der Auftritt der Leverkusener von einer möglicherweise schwerwiegenden Verletzung ihres Kapitäns Jens Nowotny. Der Nationalspieler schied bereits nach zwölf Minuten mit einer Bänderverletzung im linken Sprunggelenk aus, nachdem er im Zweikampf mit Nicola Amoruso ohne Verschulden des Gegenspielers umgeknickt war. Für Nowotny schlüpfte Carsten Ramelow in die Rolle des Kapitäns und Abwehrchefs.

          Der Bundesliga-Spitzenreiter steckte den personellen Rückschlag zunächst ebenso problemlos weg wie die Ausfälle der Leistungsträger Michael Ballack (Halsschmerzen), Oliver Neuville (Fußverletzung) und des gesperrten Boris Zivkovic. Die „zweite Reihe“ agierte entschlossen und war in der ersten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft. Dagegen verschlief der italienische Rekordmeister, der unter anderem die Superstars Alessandro del Piero, Lilian Thuram und Edgar Davids ersetzen musste, den ersten Durchgang völlig.

          Torwart Butt erzielte das 1:0

          Nur einmal nutzten die Leverkusener in dieser Phase die mitunter eklatanten Abwehrschwächen der Gäste aus. Nachdem zunächst Antonio Conte ein kapitaler Fehlpass unterlaufen war, konnte Cristian Zenoni den durchgebrochenen Brdaric nur auf Kosten eines Fouls stoppen, das der dänische Schiedsrichter Kim Nielsen in den Strafraum verlegte.

          Butt vollstreckte in Vertretung des etatmäßigen Schützen Ballack sicher zum 1:0. Die Führung hätte zur Pause schon beruhigender ausfallen können, doch Italiens Nationalkeeper Gianluigi Buffon verhinderte bei einem Berbatow-Kopfball (3.) und einem Sebescen-Schuss (21.) weiteres Unheil. Kurz vor der Halbzeit rettete Conte in höchster Not vor dem einschussbereiten Berbatow.

          Ze Roberto als Wegbereiter

          Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Kräfteverhältnis auf dem Platz. Juventus kam mit zwei neuen Kräften und bemühte sich nun um den Ausgleich, Leverkusen hielt dagegen - ein offener Schlagabtausch begann. Nachdem zunächst Yildiray Bastürk zwei Kontermöglichkeiten für Bayer ausließ, kam Juve mit der ersten nennenswerten Chance zum 1:1, als der eingewechselte Tudor Berbatow übersprang und einköpfte.

          Doch der Bundesligist zeigte Moral, hielt dagegen und schlug nach 71 Minuten durch Brdaric zurück. Der 27-Jährige köpfte unbedrängt eine Freistoßflanke von Ze Roberto ein. Der Brasilianer bereitete in der Schlussminute auch noch den Treffer von Babic mit einem Konter mustergültig vor.

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