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Champions-League-Finale : Juventus Turin ist Favorit im italienischen Endspiel

  • Aktualisiert am

Endspiel-Stars: Paolo Maldini (r.) und Edgar Davids Bild: dpa/dpaweb

Juve gegen Milan - das norditaliensiche Duell weckt bei den Fans nicht nur Vorfreude, sondern auch Befürchtungen vor einem Catenaccio-Langweiler. AC Mailand und Juventus Turin versprechen aber ein „exzellentes Match“. FAZ.NET-Spezial.

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          Das „Theater des Fußballs“ ist bereit für eine spektakuläre Aufführung der italienischen Giganten - Europa blickt gebannt auf die Traum-Kulisse zum Champions-League-Endspiel zwischen Juventus Turin und dem AC Mailand.

          „Das Stadion ist wunderbar und beeindruckend. Dieses Finale wird die ganze Charakteristik des italienischen Fußballs zeigen. Von der Qualität der Spieler wird das ein exzellentes Match“, kündigte Paolo Maldini, der Kapitän des AC Mailand, 24 Stunden vor der Begegnung im mit 62 295 Zuschauern ausverkauften Old Trafford-Stadion von Manchester an. „Dieses Spiel ist eines der wichtigsten in meiner Karriere“, betonte der 34-jährige Innenverteidiger.

          Juve auch ohne Nedved Favorit

          Milan-Trainer Carlo Ancelotti hat vor der Partie alle Mann an Bord. Lediglich hinter dem seit dem Wochenende leicht angeschlagenen Alessandro Costacurta steht ein kleines Fragezeichen. Sollte der 37-jährige Oldie auf der rechten Abwehrseite ausfallen, steht Dario Simic bereit. Doch davon lässt sich der Coach, der noch keinen Titel mit Milan gewonnen hat, nicht beeindrucken.

          „Unser Ziel ist es, diesen Pokal nach Mailand mitzunehmen“, sagte Ancelotti am Dienstag und reichte die Favoritenrolle an den Final-Gegner weiter: „Juve hat schließlich im Halbfinale Real Madrid ausgeschaltet.“ Auch das Fehlen von Regisseur Pavel Nedved bedeute für die Turiner keine Schwächung: „Ein Spiel hängt nicht von einer Person ab.“

          Merk - „Garant für ein gutes Spiel“

          Aber auch die „Bianconeri“ strotzen vor Selbstbewußtsein. „Ich bin in absoluter Top-Form“, verkündete Torjäger Alessandro del Piero, der in vier Champions-League-Endspielen den Platz bisher nur einmal als Sieger verließ, aber im Halbfinale gegen Real der gefeierte Star war. Sein Sturmpartner David Trezeguet, genannt „Trezegol“, ist überzeugt: „Dieses Finale gewinnt die Mannschaft, die das erste Tor schießt.“

          Selbstredend denkt der französische Europameister dabei an sich selbst als Schützen. Mit großer Genugtuung reagierten die Italiener unterdessen auf die Berufung von Markus Merk als Schiedsrichter des Finales. „Grandios. Er ist der Garant für ein gutes Spiel“, lobte „La Gazzetta dello Sport“ den Unparteiischen aus Kaiserslautern. Auch Merks Amtskollege Pierluigi Collina attestiert dem Zahnarzt aus der Pfalz außergewöhnliches Können: „Er ist die optimale Wahl. Ich habe ihm sofort gratuliert. Er ist nicht nur mein Kollege, sondern auch mein Freund.“

          130 italienische Parlamentarier fliegen nach Manchester

          Als gutes Omen für einen Finalsieg werten die Juve-Spieler die Nominierung des Deutschen. Denn von vier Champions-League-Spielen unter Merks Leitung gewannen die Turiner drei. Derweil bringt das Finale im Fußball-verrückten Italien sogar das Sitzungsprogramm des Parlaments durcheinander. Mehr als 130 Abgeordnete und damit etwa ein Drittel der Parlamentsmitglieder werden am Mittwoch schon mittags Feierabend machen und nach Manchester fliegen. 34 Parlamentarier hatten erst unlängst einen Juve-Fanclub ins Leben gerufen.

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