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Champions League : FC Bayern: Angst vor dem Fehlstart

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Gruppenbild ohne Sechs Bild: dpa

Zum Auftakt nur 0:0 gegen Prag, jetzt ohne Sechs nach Moskau - die Münchner stehen in der Champions League bereits unter Druck.

          2 Min.

          Der deutsche Fußball-Meister Bayern München sieht dem zweiten Vorrundenspiel am Dienstag (18 Uhr/live bei Premiere World) bei Spartak Moskau mit gemischten Gefühlen entgegen. Nach der Nullnummer gegen Sparta Prag zum Auftakt muss der Titelverteidiger in Gruppe H unbedingt punkten, um nicht frühzeitig den Einzug in die Zwischenrunde aufs Spiel zu setzen.

          „Wir stehen unter Druck und dürfen auf keinen Fall verlieren“, fordert deshalb Manager Uli Hoeneß. Präsident Franz Beckenbauer nimmt sein Team ebenfalls in die Pflicht: „Wir müssen wachsam sein. Es wird sicher nicht so leicht wie beim 3:0 im Februar.“

          Ohne Sechs nach Moskau

          Nur mit einer Rumpftruppe reist Bayern zum achtmaligen russischen Meister. Doch obwohl Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld auf Stefan Effenberg, Mehmet Scholl, Jens Jeremies, Carsten Jancker, Thomas Linke und Alexander Zickler verletzungsbedingt verzichten muss und sich auch der Einsatz von Niko Kovac erst kurz vor dem Spiel entscheidet, bemüht er sich um Zuversicht: „Ideal wären drei Punkte. Das ist unser Ziel.“

          Torgarant in Moskau: Robson (l)
          Torgarant in Moskau: Robson (l) : Bild: dpa

          Hitzfelds Taktik freilich wurde am Samstag über den Haufen geworfen. Denn beim souverän herausgespielten 3:0 der Bayern bei Energie Cottbus erlitt Konterstürmer Zickler eine Innenbanddehnung im rechten Knie, weshalb Hitzfeld im Luschniki-Stadion nicht auf den pfeilschnellen Stürmer zurückgreifen kann: „Das ist ärgerlich. Er war gerade so gut drauf. In Moskau braucht man gute Konterspieler.“

          Denn Hitzfeld erwartet einen selbstbewussten Gegner: „Wir müssen darauf gefasst sein, dass die Moskauer großen Druck entwickeln. Die sind unheimlich spielstark und technisch perfekt.“ Auch Torjäger Giovane Elber warnt: „Moskau steckt mitten in der Meisterschaft. Das ist ein Vorteil. Die sind besser als im letzten Jahr.“ Von seinen Akteuren, die sich zuletzt gegen Prag 112 Fehlpässe geleistet hatten, fordert Hitzfeld deshalb viel Defensiv- und Laufarbeit.

          Über Konter zum Auswärtssieg

          Der Schlüssel zum Erfolg soll das Konterspiel sein. „Moskau ist verwundbar in der Defensive, weil sich alle ins Angriffsspiel einschalten“, sagt Hitzfeld. „Wir müssen unsere Konter entschlossen nutzen.“ So wie in der vergangenen Saison. Da siegten die Bayern im Februar bei minus 15 Grad 3:0 in Moskau und gewannen auch im Olympiastadion 1:0.

          „Jetzt will Moskau natürlich Revanche“, meint Thorsten Fink. Doch bange ist dem Defensivspieler nicht vor dem Team von Trainer Oleg Romanzew. „Auswärts sind wir besser, weil die Heimmannschaft das Spiel machen muss“, glaubt Fink. „Wir werden ein besseres Spiel sehen als gegen Prag sehen und gewinnen.“

          Münchner Betonabwehr: erneut zu Null?

          Den Grundstein soll erneut die Bayern-Defensive legen. Zuletzt gegen Prag kassierte der deutsche Rekordmeister ebenso wenig ein Gegentor wie in den vergangenen vier Bundesligaspielen. „Das ist unser Prunkstück“, sagt Fink. Für Michael Tarnat wird wieder der französische Welt- und Europameister Bixente Lizarazu nach der von Hitzfeld verordneten Auszeit in Cottbus auf die linke Seite einer Viererkette rücken.

          Der russische Serienmeister, der den nationalen Titel seit 1992 ununterbrochen gewinnen konnte, erhofft sich derweil im Angriff neue Impulse durch Wladimir Bestschastnich. Der ehemalige Bremer wechselte im Sommer vom spanischen Erstligisten Racing Santander nach Moskau.

          Bei der gelungenen Generalprobe von Spartak am Wochenende gegen Sokol Saratow erzielte Bestschastnicht ebenso zwei Treffer wie sein brasilianischer Sturmpartner Robson.

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