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Champions League : Bayer 04 mit Selbstvertrauen und Rechenschieber

  • Aktualisiert am

„La Coruna ist der Favorit”: Klaus Toppmöller Bild: dpa

Mit einem Sieg bei La Coruna im Zwischenrunden-Finale hätte Bayer den Sprung unter die acht europäischen Top-Teams geschafft.

          Die heftigen Turbulenzen bei der Landung der Sondermaschine „DE 9188“ in La Coruna mussten die Profis von Bayer 04 Leverkusen nicht mehr wachrütteln. „Die Jungs sind heiß und wollen die Sensation schaffen“, kündigte Trainer Klaus Toppmöller vor dem Zwischenrunden-Finale der Champions League am heutigen Mittwoch (20.45 Uhr/RTL live) bei Deportivo La Coruna an.

          Dass der spanische Fußball- Pokalsieger in der Gruppe D bereits für das Viertelfinale qualifiziert ist, wertet der 50-Jährige als Chance: „Dies ist ein psychologischer Vorteil. Deshalb ist es klar, dass wir mehr Biss haben als der Gegner.“

          La Coruna ist in „Topform“

          Möglicherweise ist das eine Rechnung ohne den Wirt. Denn Deportivo-Trainer Javier Irureta will dem Bundesligisten kein Gastgeschenk machen: „Wir wollen auf jeden Fall Gruppensieger werden.“ Schließlich wird der Gruppen-Primus in der Runde der letzten Acht auf vermeintlich schwächere Kontrahenten treffen.

          Allerdings zeichnet sich ab, dass Rotations-Fan Irureta sein Team im Vergleich zum 3:1 im letzten Meisterschaftsspiel bei CA Osasuna auf bis zu acht Positionen verändert. „Unser Team ist zur Zeit in Topform. Es spielt auf einem ganz anderen Niveau wie früher“, meinte Vereinschef Augusto César Lendoiro. Dabei hatte der Hamburger SV mit dem heutigen Bayer- Schlussmann Jörg Butt, der leicht erkältet ins Spiel geht, schon in der Saison 2000/2001 beim 1:2 eine Demonstration der galizischen Stärke erhalten.

          „Kontrolliert angreifen“

          Dass die Aufgabe gegen die Nordspanier knifflig ist, weiß auch Leverkusens Regisseur und Torjäger Michael Ballack: „La Coruna ist zu Hause in der Champions League ungeschlagen, das sagt alles. Aber vielleicht spielen sie nicht auf Teufel komm' raus auf Sieg.“

          Ins offene Messer will auch Toppmöller seine Spieler nicht rennen lassen. Erstmals in dieser Saison überlegt er, ob er nur einen Stürmer aufbieten wird. „Wir wollen kontrolliert angreifen, ein Tor schießen wir immer“, hofft er, zumal Bayer die Deportivo-Elf beim 3:0-Heimsieg „klar beherrscht“ habe. „Und die Mannschaft hat seitdem dazu gelernt“, so Toppmöller. Dennoch müsse man die Kirche im Dorf lassen: „La Coruna ist der Favorit und zuhause ein Macht.“

          Bayer sieht sich auf gutem Weg

          Einen Tag vor dem Spiel machte er lediglich noch ein Geheimnis daraus, ob er Alleskönner Dimitar Berbatow oder den pfeilschnellen, nach einer Fußverletzung wiedergenesenen Oliver Neuville als Alleinunterhaltern im Sturm aufbieten soll. Falls der Viertelfinal-Einzug, den Leverkusen auf jeden Fall mit einem Sieg schaffen würde, gelingt, wäre für Toppmöller das Mirakel vom Rhein perfekt. „Wir haben das DFB-Pokalfinale erreicht, sind Bundesliga-Tabellenführer und wären Champions-League-Viertelfinalist. Das wäre das Wunder“, betonte er. Zudem blieben die beiden schweren Pleiten bei Juventus Turin (0:4) und Arsenal London (1:4) ungesühnt.

          Für Toppmöller ist diese ansehnliche Zwischenbilanz kein Grund zum Ausruhen. „Zur creme de la creme der europäischen Clubs gehören wir noch nicht. Taktisch sind wir nicht so weit, da fehlt die Perfektion“, bekennt der Ex-Nationalspieler. Der Prüfstein in Spanien werde Bayer auf den Weg zu einer der ersten Adressen aber voranbringen. „Für uns sind solche Auswärtsspiele Teil eines Reifeprozesses. Deshalb hoffe ich, dass wir in La Coruna bestehen“, sagte Toppmöller.

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