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Bundestrainer-Suche : Wenger, Schaaf, Olsen, Finke wollen nicht - Matthäus schon

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Kann dieser Mann den deutschen Fußball retten? Bild: dpa

Der Kreis der Kandidaten für den Posten des Bundestrainers wird immer kleiner. Sollte es mit Otto Rehhagel nichts werden, steht offenbar nur einer Gewehr bei Fuß: Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus.

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          Der Kandidatenkreis für den Posten des Fußball-Bundestrainers wird von Tag zu Tag kleiner.

          Der Franzose Arsene Wenger vom englischen Meister Arsenal London, der angeblich schon vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) kontaktiert worden war, steht nicht zur Verfügung. „Ich habe beim FC Arsenal einen Vertrag bis 2005. Den werde ich erfüllen. Unsere Saison fängt in vier Wochen an, da gibt mich mein Klub ohnehin nicht frei. Im Oktober werde ich entscheiden, was ich danach mache. Im Moment bin ich nicht frei und nicht verfügbar“, sagte der 54jährige dem Fachmagazin kicker.

          Matthäus: „Würde mich nicht drücken“

          Auch Thomas Schaaf vom deutschen Double-Gewinner Werder Bremen hat Spekulationen, nach denen er ein Kandidat für die Nachfolge des zurückgetretenen DFB-Teamchefs Rudi Völler sein soll, zurückgewiesen. Zuletzt gab es Gerüchte, der Coach stehe auf einer geheimen Liste der neu gebildeten Trainerfindungskommission („TFK“) des DFB. „Sollte ich auf dieser Liste stehen, wäre es zwar eine tolle Anerkennung für die Arbeit der vergangenen Jahre. Aber es gibt und gab keine Kontakte zum DFB. Daher ist die Sache für mich kein Thema“, sagte Schaaf, der sich derzeit mit Werder auf Norderney im Trainingslager befindet.

          Auch Dänemarks Nationalcoach Morten Olsen und der Freiburger Volker Finke, der von Chef-Kritiker Paul Breitner ins Gespräch gebracht worden war und ebenfalls auf der Liste der „TFK“ stehen soll, haben schon abgewinkt. Diese Kandidaten galten bislang alle als mögliche Alternative, falls eine Verpflichtung von Wunschkandidat Otto Rehhagel scheitern sollte. Der Top-Favorit auf das Bundestraineramt, noch bis 2006 bei Europameister Griechenland unter Vertrag, sagte allerdings am Mittwoch abend bei einer Veranstaltung in Düsseldorf auf Nachfrage sichtlich genervt: „Ich habe gar keine Anfrage.“

          Ungarns Nationaltrainer Lothar Matthäus könnte sich dagegen nach wie vor gut vorstellen, nach 150 Länderspielen für Deutschland künftig auch als Bundestrainer die Geschicke der Nationalelf zu leiten: „Ich weiß nicht, ob ich der Richtige bin. Doch ich würde mich vor der Verantwortung nicht drücken“, sagte der 43jährige.

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