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Bundesliga-Vorschau : Dreikampf um die Champions League

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Matthias Sammer: „Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr.” Bild: dpa/dpaweb

Während Bayern München seinen 14-Punkte-Vorsprung gegen Werder Bremen verwaltet, kämpfen Borussia Dortmund beim direkten Verfolger Hamburger SV und der VfB Stuttgart gegen die abstiegsbedrohten Leverkusener um die Qualifikation für die Champions League.

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          Ob Mentaltrainer oder Fußballgott, Standpauke oder Kopfwäsche - im Schlussspurt der Fußball-Bundesliga nutzen die Clubs jede Chance, um ihr Klassenziel noch zu erreichen. Während der FC Bayern München angesichts seines 14-Punkte-Vorsprungs und dem Heimspiel gegen Werder Bremen genüsslich die Meisterfeier planen kann, kämpfen die Verfolger nur noch um die Champions-League-Plätze.

          Vor allem bei Titelverteidiger Borussia Dortmund ist vor der Partie beim Hamburger SV mächtig Feuer unter dem Dach. „Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr“, meinte BVB-Trainer Matthias Sammer, der seinem Team Charakterschwäche vorwarf. Eine Woche vor dem Gipfel gegen den FC Bayern im Westfalenstadion spielen die Stars des Titelverteidigers an der Alster auf Bewährung und um den internationalen Wettbewerb für die kommende Saison. Das Verpassen der Champions League käme nach Meinung von Manager Michael Meier einer „Blamage“ gleich.

          „Weg vom Minimalisten-Fußball“

          Clubchef Gerd Niebaum forderte: „Die Mannschaft muss weg vom Minimalisten-Fußball, weg vom Minimalisten-Denken.“ Die Hanseaten gehen den Endspurt bei vier Punkten Rückstand auf den BVB weitaus gelassener an. Erst nach einem Sieg wolle man, so HSV-Trainer Kurt Jara, höhere Ziele ins Auge fassen.

          Der VfB Stuttgart hat als dritter Bewerber um einen Platz in der europäischen Königsklasse vor dem Duell mit Bayer Leverkusen die besten Karten. Doch nach der Verpflichtung von „Fußballgott“ Jürgen Kohler als Sportdirektor und dem 4:1-Erfolg gegen Hertha BSC herrscht bei den abstiegsbedrohten Rheinländern Optimismus. Das Comeback von Weltmeister Lucio ist jedoch auf den nächsten Spieltag verschoben.

          Bayern: Ein Sieg als Basis für den Titel

          Tabellenführer Bayern München kann mit einem weiteren Erfolg gegen Bremen seine imposante Heimbilanz auf 34 unbesiegte Bundesliga-Spiele schrauben und im günstigsten Fall die Basis für den Titelgewinn am kommenden Wochenende im Westfalenstadion legen. Trainer Ottmar Hitzfeld warnt dennoch: „Wir sind in einer Situation, in der man aufpassen muss. Wir dürfen nicht in Gefahr geraten, dass sich die Konkurrenz noch einmal Hoffnungen macht“, sagte der Bayern-Coach.

          Ganz anders ist die Situation im Abstiegskampf, der sich bis zu Tabellenplatz neun zieht und wohl bis zum letzten Spieltag andauert. Im Mittelpunkt steht die Partie zwischen dem Tabellen-16. Borussia Mönchengladbach (29 Punkte) und dem 17. 1. FC Nürnberg (29). „Club“- Trainer Klaus Augenthaler setzt in dieser kritischen Saisonphase auf die Künste eines Mentaltrainers, der schon beim 0:0 gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Wochenende für bessere Stimmung im Team gesorgt hat. Bei den heimstarken Gladbachern ist die Devise ganz einfach: „Wenn wir unsere vier Heimspiele gewinnen, reicht das für den Klassenverbleib“, meinte Sportdirektor Christian Hochstätter.

          „Ein gemeinsames Ziel“

          Auf ihre Heimstärke setzen auch die gefährdeten Clubs Arminia Bielefeld (31) und 1. FC Kaiserslautern (32). Vor allem die Pfälzer sind in der Begegnung gegen Hansa Rostock (34) gefordert, weil es gegen einen direkten Konkurrenten geht und danach nur noch zwei Spiele vor eigenem Publikum anstehen.

          In Bielefeld fürchten die Verantwortlichen vor dem Spiel gegen München 1860 Pfiffe gegen Arminen-Stürmer Momo Diabang, der zum VfL Bochum wechselt. „Wir alle haben ein gemeinsames Ziel, und die Basis dafür muss die starke Einheit in unserem Stadion sein“, sagte Bielefelds Coach Benno Möhlmann.

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