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Bundesliga : Rummenigge: Der Ligapokal muß verschwinden

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Nase voll vom Ligapokal? Karl-Heinz Rummenigge Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Karl-Heinz Rummenigge hat sich für die Abschaffung des Ligapokals ausgesprochen. Die Vereine sollten nach Ansicht des FC Bayern-Vorstandes die Zeit nutzen, um in Asien und Amerika neue Fans zu gewinnen.

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          Karl-Heinz Rummenigge hat sich für die Abschaffung des Ligapokals ausgesprochen, um den Vereinen der Fußball-Bundesliga eine bessere Vermarktung in Asien und Amerika zu ermöglichen. „Wenn man mittel- oder langfristig internationale Märkte erschließen will, dann müssen wir ins Ausland reisen. Und das geht leider nur in der Zeit während des Ligapokals. Der muß aus dem Rahmenterminkalender verschwinden“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern München der „Welt am Sonntag“. Seit 1997 wird der Wettbewerb der fünf besten Bundesligisten und des DFB-Pokalsiegers im Juli kurz vor Saisonbeginn ausgetragen.

          In dieser Spielzeit hatte der FC Bayern München kurz vor seinem fünften Gewinn des Ligapokals einen Kurztrip in die Vereinigten Staaten unternommen, dort aber im Gegensatz zu anderen europäischen Spitzenclubs nur eine Partie in Chicago gegen Manchester United bestritten. Zwei Tage nach dem Trainingsauftakt für die Bundesliga-Rückrunde an diesem Montag reist der deutsche Rekordmeister wie im Vorjahr zur Vorbereitung auf Einladung nach Dubai. „Die Strategie in den nächsten Jahren muß sein, den abstrakten Fan hier in Arabien oder in Asien für uns zu begeistern“, sagte Manager Uli Hoeneß.

          Vorbild Premier League

          Rummenigge hofft für seine Pläne auf die Unterstützung der Bundesliga-Konkurrenz. „Bayern München allein wird zur Umsetzung dieses Konzepts nicht reichen. In England geht Manchester United ja auch nicht allein nach Asien oder Amerika, sonder da gehen auch Arsenal, Chelsea und viele andere Klubs auf Welttournee“, sagte er. Werner Hackmann, Präsident der Deutschen Fußball-Liga, kündigte an, daß nach der Weltmeisterschaft 2006 sowohl die Nationalmannschaft als auch deutscher Meister und Pokalsieger auf eine China-Tournee gehen sollen.

          Einen Tag vor dem Trainingsauftakt gehen derweil die Spekulationen um personelle Veränderung beim FC Bayern München weiter. Neben dem bevorstehenden Abschied von Piotr Trochowski zum VfB Stuttgart müssen nach Informationen der „Bild am Sonntag“ sechs weitere Profis den Verein spätestens zum Saisonende verlassen. Als
          Kandidat für den Abschied gilt auch Stürmer Roque Santa Cruz, dem ein Angebot vom spanischen Erstligisten Betis Sevilla vorliegen soll.

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