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Bundesliga : Bochum fordert Leverkusen, Freiburg überrumpelt Wolfsburg

  • Aktualisiert am

Komm her, Großer: Wosz herzt Torschütze Lokvenc Bild: dpa/dpaweb

Nur mit Mühe gelingt Bayer ein 2:2 in Bochum. Zweimal hatte die Mannschaft zurückgelegen. Freiburg kann auswärts wieder gewinnen - am Sonntag 1:0 in Wolfsburg.

          2 Min.

          Die Erfolgsserie des VfL Bochum gegen Bayer Leverkusen ist gerissen. Dank des späten Treffers von Andrej Woronin (87.) am Sonntag abend hat die Elf von Trainer Klaus Augenthaler erstmals seit vier Spielen nicht mehr in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL verloren. Vratislav Lokvenc (29.) und Christoph Preuß (70.) hatten die Hausherren zwar zweimal die Führung beschert, doch zunächst Dimitar Berbatow (66.) und drei Minuten vor dem Ende Woronin retteten Leverkusen den Punkt.

          In einem Spiel mit hohem Tempo und vielen Chancen boten beide Mannschaften guten Kombinationsfußball. Dabei zeigten vor allem die Bochumer die größere Einsatzbereitschaft und den größeren Siegeswillen. Der erste Treffer gelang Lokvenc: In der 29. Minute gewann er zunächst das Laufduell gegen den deutschen Nationalspieler Jens Nowotny und ließ auch anschließend Bayer-Keeper Jörg Butt keine Abwehrchance. Für den Tschechen, der im Sommer vom 1. FC Kaiserslautern ins Ruhrgebiet kam, war es der erste Treffer im VfL-Trikot. Eine verdiente Führung für die Bochumer, denn bis dahin war von Leverkusen nur wenig zu sehen.

          Freier weiter ohne Glück

          Erst nach dem Rückstand fand die Elf von Trainer Klaus Augenthaler ins Spiel. Jedoch vergaben Berbatow (32./44.), Franca (29./41.) und Babic (39.) beste Möglichkeiten. Bei den Bochumern hatten der ehemalige Leverkusener Christoph Preuß mit einen Volleyschuß (12.) und Marcel Maltritz (27.) die Chance zur höheren Führung. Auch der frühere Bochumer Paul Freier, den Augenthaler wegen Formschwäche zunächst nur auf der Bank ließ, konnte nach seiner Einwechselung in der 57. Minute keine nötigen Impulse setzen. Als Berbatow (66.) mit dem Kopf der Ausgleich gelang und der überragende Bochumer Preuß mit seinem ersten Saisontreffer nur vier Minuten später den alten Abstand wiederherstellte, stand das bis dahin verschüttete spielerische Element wieder im Vordergrund.

          Ramelow gegen Bochums Torschützen Preuß

          Roque Junior (69.) scheiterte danach mit seinem Kopfball aus fünf Metern und Andrej Woronin (74.) aus spitzem Winkel an VfL-Keeper an van Duijnhoven. Auf der anderen Seite sorgte zwei Mal Zvjezdan Misimovic (75./80.) mit direkten Freistößen für Gefahr vor dem Bayer-Tor. Doch den Schlußpunkt setzte der eingewechselte Woronin mit dem Ausgleichstreffer drei Minuten vor dem Ende.

          Joker Regis Dorn traf spät für Freiburg

          Regis Dorn hat dagegen die schwarze Serie des SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga beendet und seiner Mannschaft den ersten Auswärtssieg seit fast drei Jahren beschert. Der eingewechselte Franzose erzielte am Sonntag vor 16.378 Zuschauern in der Volkswagen-Arena in einem wenig unterhaltsamen Spiel in der 85. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0) seiner Mannschaft. Vier Minuten nach seiner Einwechslung stellte er mit seinem fünften Bundesliga-Tor den Spielverlauf auf den Kopf. Zuletzt hatten die Breisgauer im Oktober 2001 bei Borussia Dortmund gewonnen. Die Niedersachsen verpaßten es, erstmals mit zwei Siegen in eine Saison zu starten.

          Die erste große Wolfsburger Möglichkeit hatte Diego Klimowicz, der mit einem Kopfball die Latte des Freiburger Tores traf (9.). Gegen die bei hohen Bällen meist unterlegenen Gäste konnten sich die Wolfsburger aber keine zwingenden Chancen herausspielen, um den sicheren Torhüter Richard Golz in dessem 150. Bundesliga-Spiel für Freiburg ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Auch gegen Miroslav Karhan (22.) und Thomas Brdaric (42.) war der Kapitän auf dem Posten.

          Die Freiburger demonstrierten in der ersten Spielhälfte eindrucksvoll, warum sie bis zum Sonntag ihr letztes Tor am 1. Mai erzielt hatten. Im Angriff gab es wenig durchdachte Aktionen, die Breisgauer kamen kaum in die Nähe des Wolfsburger Strafraums. Nach einer kaum unterhaltsamen Vorstellung beider Teams vor der Pause hatten die Freiburger in der 50. Minute ihre erste Torchance. Ein Schlenzer von Tobias Willi aus 15 Metern verfehlte das Wolfsburger Tor nur knapp. Sechs Minuten später scheiterte der fleißige Brdaric auf der anderen Seite mit einem Kopfball am Pfosten. Erfolgreicher beendete Dorn einen Konter der Freiburger in der 85. Minute mit dem überraschenden Siegtreffer.

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