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Bundesliga : Auch Dede fällt aus: Dortmunds Lazarett wird immer größer

  • Aktualisiert am

Gestrauchelt: Dortmunds Dede Bild: dpa

Zwölf verletzte Spieler, dazu der rotgesperrte Kehl in der Bundesliga: Die Personallage bei Borussia Dortmund bleibt auch vor dem DFB-Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach angespannt.

          Ohne zwölf Spieler muß Borussia Dortmund im DFB-Pokalspiel am Mittwoch bei Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr/live im ZDF) auskommen. Der Brasilianer Dede muß aufgrund seines Bänderanrisses im Sprunggelenk aus dem Spiel beim VfL Bochum (0:3) erwartungsgemäß passen. Auch Mittelfeldspieler Tomas Rosicky (Rückenschmerzen) und Flavio Conceicao (Muskelfaserriss) können am Bökelberg noch nicht auflaufen.

          Mit den Langzeitverletzten Evanilson, Torsten Frings, Guy Demel, Otto Addo (alle Kreuzbandriß), Heiko Herrlich, Marcio Amoroso, Ahmed Madouni (alle Bänderriß), Leandro (Aufbautraining) sowie Christoph Metzelder (Achillessehnen-Operation) ist derzeit ohnehin nicht zu rechnen.

          Protest gegen Kehl-Sperre

          „Zwölf verletzte Spieler, dazu der rotgesperrte Kehl in der Bundesliga bedeuten eine extrem schwierige Personallage. Das hat in der Bundesliga noch nie eine Mannschaft nachgewiesen, mit so einem großen Aderlaß so gute Leistungen zu zeigen wie wir“, meinte Sportdirektor Michael Zorc. Der BVB will die Sperre von fünf Bundesligaspielen für Sebastian Kehl offenbar aber nicht ohne Widerspruch hinnehmen.

          „Wir werden das jetzt intern prüfen. Die Tendenz geht dahin, daß wir für ein geringeres Strafmaß kämpfen“, sagte der Sportdirektor. Nationalspieler Kehl war zuvor vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im schriftlichen Verfahren wegen Tätlichkeit für fünf Erstliga-Partien gesperrt worden.

          „Extrem schwierige Phase“

          Im Zweitrunden-Pokalspiel bei Mönchengladbach kann der Nationalverteidiger allerdings eingesetzt werden. Kehl hatte beim 0:3 seines Verein beim VfL Bochum am Sonntag nach einem Tritt gegen VfL-Spieler Thomas Zdebel die Rote Karte gesehen. Der BVB kann binnen 24 Stunden Einspruch erheben und eine mündliche Verhandlung beantragen. „Wir werden das bis Mittwoch entscheiden“, kündigte Zorc ein Ausschöpfen der Zeitvorgabe an. Zorc sagte, er halte das Strafmaß gegen Kehl für „recht hoch, obwohl Sebastian sich, der Mannschaft und dem Verein mit dem Platzverweis einen Bärendienst erwiesen hat“. Eine von Kehl selbst ins Gespräch gebrachte interne Geldstrafe will der Club laut Zorc „verstärken“, machte über die Höhe der Summe jedoch keine Angaben.

          Auch Trainer Matthias Sammer bezeichnete die Personalsituation als „extrem schwierig“. Die Mannschaft werde bis zum Beginn der Winterpause eine „sehr harte Phase“ haben. Mangels personeller Alternativen muß Sammer auf dem Bökelberg einen der beiden Regionalliga-Amateure Malte Metzelder oder Salvatore Gambino einsetzen. Mit Ausnahme von Ersatztorhüter Guillaume Warmuz stehen dem BVB-Coach auf der Ersatzbank ausschließlich Amateurspieler zur Verfügung.

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