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Bundesliga : Assauer poltert, Heynckes lobt

  • Aktualisiert am

Hoch das Bein: Sand gegen Cerny Bild: dpa/dpaweb

„So einen Gegner mußt du weghauen“, befand Schalkes Manager Assauer nach dem 1:1 seiner Mannschaft bei München 1860. Die „Löwen“ bleiben unbesiegt.

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          Der FC Schalke 04 wartet unter Trainer Jupp Heynckes weiter auf den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga.

          Die „Königsblauen“ kamen am Samstag beim TSV 1860 München zu einem 1:1 (0:1) und somit am zweiten Spieltag zu ihrem zweiten Remis. Der Uruguayer Rodriguez sicherte den Schalkern mit dem ersten Bundesliga-Tor seiner Karriere in der 56. Minute das Unentschieden. Die „Löwen“ waren durch den zweiten Saisontreffer von Markus Schroth (19.) vor 33.000 Zuschauern im Olympiastadion in Führung gegangen und sind mit nunmehr vier Punkten weiter ungeschlagen.

          Heynckes nahm seine Spieler in Schutz

          Manager Assauer war gar nicht glücklich. „So einen Gegner mußt Du weghauen. Das tut irgendwann noch mal richtig weh“, sagte er. Trainer Falko Götz trauerte einem aus seiner Sicht möglichen Sieg nach. „Wir haben die Führung nur verwaltet. Aber man kann schon sagen, daß wir einen guten Start hingelegt haben“, sagte Götz. Heyckes stellte sich demonstrativ vor seine Spieler: „Insgesamt muß ich sagen, daß ich mit der Leistung zufrieden bin. Man muß berücksichtigen, daß wir seit Wochen im Mittwoch-Samstag-Mittwoch-Rhythmus spielen. Außerdem fehlen uns aufgrund von Verletzungen etablierte Spieler“, sagte er und entschuldigte die noch verhandenen Defizite mit der zusätzlichen Belastung im UI-Cup: „Bei diesen tropischen Temperaturen ist kein Spieler in der Lage, permanent zu spielen. Deshalb muß man viel rotieren. Und dann fehlt natürlich noch das Spielverständnis.“

          Heynckes setzte auch an seiner alten Wirkungsstätte auf Rotation. Nur fünf Spieler aus dem UI-Cup-Halbfinale vom Mittwoch bei Slovan Liberec (0:0) standen in der Anfangsformation. Im Vergleich zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund (2:2) vor einer Woche war die Mannschaft auf fünf Positionen verändert. Auch Shooting Star Hamit Altintop saß zunächst auf der Bank. Für ihn rückte Levan Kobiaschwili ins Team. Abwehrchef Waldoch mußte überraschend Kläsener weichen. Götz setzte dagegen exakt auf das Erfolgsteam vom Start in Kaiserslautern (1:0).

          Augenscheinlich versuchten beide Mannschaften bei hohen Temperaturen, auf dem Platz schonend mit ihren Kräften umzugehen. Erst in der 19. Minute kam Schwung in die Partie - dann aber gleich richtig: Zunächst scheiterte Schalkes Seitz mit einem wuchtigen Schuß an Torhüter Hofmann. Im Gegenzug war 1860-Kapitän Schroth zur Stelle und köpfte nach einer Flanke von Sturmpartner Lauth völlig unbedrängt zur Führung ein.

          Anschließend versuchten die Schalker, das Spiel in die Hand zu nehmen. Die Münchner verteidigten aber wie schon in Kaiserslautern mit viel Geschick und ein wenig Glück bis zur Pause den Vorsprung. Sowohl Seitz (35.) als auch van Kerckhoven (41.) verfehlten das Tor aus spitzem Winkel nur knapp. Eher durch Zufall bot sich Schalke dann die Chance zum Ausgleich. Als sich Hanke im Strafraum gegen Görlitz durchsetzen konnte, schob Rodriguez unbedrängt aus kurzer Distanz ein.

          Danach benötigten die „Löwen“ eine knappe Viertelstunde, um sich vom ersten Saison-Gegentor zu erholen. Auch in der Endphase waren die Schalker überlegen, aber Victor Agali (77.) und Altintop (80.) scheiterten an Hofmann.

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