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British Open : Martin Kaymer verliert an Boden

  • Aktualisiert am

Golfprofi Martin Kaymer in der dritten Runde der British Open. Bild: dpa

Um eine Topplatzierung geht es nicht mehr für den deutschen Golfer. Bei der British Open kämpfte er wie viele Kollegen gegen den Wind am Atlantik. Stenson und Mickelson duellieren sich um die Claret Jug.

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          Golfprofi Martin Kaymer hat mit einer 74er-Runde bei der 145. British Open im schottischen Troon an Boden verloren. Der 31-Jährige aus Mettmann verschlechterte sich am Samstag auf den 18. Rang. Der führende Henrik Stenson aus Schweden lag vor dem Finale auf dem Par-71-Kurs im Royal Troon Golf Club zwölf Schläge vor ihm. Phil Mickelson aus den USA lauert mit einem Schlag mehr auf seine Sieg-Chance.

          Die beiden Über-40-Jährigen lieferten sich in der letzten Gruppe ein gutes Match und trotzten dem schlechter werdenden Wetter. Die erfahrenen Golfer werden das Rennen um die Claret Jug und die 1,4 Millionen Euro Preisgeld am Sonntag wahrscheinlich unter sich auszumachen.

          Kaymer kam mit zwei Bogeys an den Löchern zwei und drei schlecht in den dritten Tag hinein, dann schien er mit drei Birdies die Kurve zu bekommen. Auf der zweiten Hälfte spielten sich die Bahnen durch den Gegenwind sehr lang, an der Zwölf leistete sich der einzige Deutsche im Feld ein Doppelbogey. „Da hatte ich einen schlechten Abschlag und einen Drei-Putt“, erklärte Kaymer: „Die zweiten Neun waren heute extrem schwer zu spielen“.

          Dennoch blieb er positiv: „Zwei Löcher gestern und heute waren schlecht. Ich bin noch gut im Turnier, mit einer niedrigen Runde zum Abschluss kann ich in die Top Zehn kommen.“ Besonders vom Kopf her sei der Durchgang anstrengend gewesen. Viele auch kurze verschobene Putts ließen die Profis verzweifeln. „Das war der Wind. Man hat das bei allen gesehen, die Bälle sind oft einfach um das Loch herumgelaufen. Man muss es akzeptieren“, betonte der Rheinländer.

          Die Hoffnungen auf seinen fünften Majortitel kann Rory McIlroy mit ebenfalls 213 Schlägen (69+71+73) begraben. Der Sieger von 2014 aus Nordirland verzweifelte auf den Grüns. Die Putts wollten nicht fallen. Wegen des starken Windes hatten die Greenkeeper die Puttinggrüns am Morgen nicht gemäht oder gewalzt - zu groß war die Angst, dass die Bälle sonst einfach wegwehen. McIlroy war zum Ende seines Durchgangs so erzürnt, dass er sein Fairway-Holz während des Spiels zertrümmerte. „Der Wind brachte mich ganz durcheinander“, sagte der 27-Jährige.

          Auch Branchenprimus Jason Day aus Australien (214/73+70+71) tut sich schwer im fast herbstlichen Schottland. Die US-Stars Jordan Spieth (71+75+72) und Bubba Watson (70+76+72) hatten mit vier Schlägen über Platzstandard gerade eben den Halbzeitcut überstanden, lagen nach durchschnittlichen Morgenrunden mit insgesamt 218 Schlägen aber abgeschlagen im Feld. Titelverteidiger Zach Johnson aus den USA spielt mit einem Gesamtergebnis von 212 ebenso wie US-Open-Sieger Dustin Johnson nicht mehr um den Sieg mit.

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