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Boxen : Tyson gesperrt

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Urinprobe verweigert: Mike Tyson Bild: dpa-Sportreport

Mike Tyson hat zum zweiten Mal in seiner Karriere seine Kampflizenz verloren. Er verweigerte eine Doping-Kontrolle und wurde für drei Monate gesperrt.

          Mike Tyson hat sich wieder einmal selbst ausgeknockt. Zum zweiten Mal in seiner Karriere ist dem 34 Jahre alten Skandalboxer aus den USA am Dienstag die Kampflizenz entzogen worden.

          Der frühere Weltmeister im Schwergewicht hatte vor seinem letzten Fight am 20. Oktober in Detroit gegen Andrew Golota (Polen) die obligatorische Doping-Kontrolle verweigert und wurde daraufhin für den US-Bundesstaat Michigan vom dortigen Athletic Board of Control mit einer dreimonatigen Sperre belegt. Tyson, der bei der Verhandlung nicht anwesend war, muss außerdem eine Geldbuße von 5.000 Dollar sowie 200.000 Dollar für soziale Einrichtungen zahlen. Die dreimonatige Sperre trifft Tyson allerdings nicht, er hatte für diese Zeit ohnehin keinen Kampf geplant.

          Normalerweise hätte der Kampf wegen der verweigerten Kontrolle nicht stattfinden dürfen. Die Mitglieder des Sportgerichts hatten jedoch nicht die Befugnis, das Duell abzusagen. „Das ist unerklärlich und völlig verwirrend, doch die Regeln sind nun mal so“, meinte Board-Mitglied Glenn Hirsch.

          Weitere Bundesstaaten haben bereits signalisiert, dass sie sich der mit 6:1 Stimmen getroffenen Verurteilung anschließen wollen. „Wir erkennen jede Suspendierung eines anderen Bundesstaates an“, erklärte Marc Ratner, Exekutiv-Direktor von Nevada, wo Tyson zum ersten Mal die Lizenz entzogen worden war.

          Nach seinem Ohrenbiss im WM-Kampf gegen Landsmann Evander Holyfield am 28. Juni 1997 in Las Vegas durfte „Iron Mike“ bis zum 19. Oktober 1998 nicht boxen. Zwangspausen musste der jüngste Schwergewichts-Champion aller Zeiten auch wegen der Verbüßung von Haftstrafen einlegen. Am 26. März 1992 wurde er wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Nach drei Jahren durfte er die Haftanstalt vorzeitig verlassen.

          Das zweite Mal saß er 1999 wegen Körperverletzung ein. Dem „Bad Boy“, der nach dem K.o.-Sieg in der zweiten Runde gegen Golota sein Karriereende verkündet hatte, sollte der wiederholte Lizenzentzug nicht weh tun. Inzwischen steht er wieder im Training und plant eine Rückkehr in den Boxring - doch nicht vor Juni. Nach Angaben von Manager Shelly Finkel, der zum Dopingvergehen nichts sagen wollte, bereitet sich Tyson auf einen Kampf gegen den britischen Doppel-Weltmeister Lennox Lewis vor. Der Titelträger der Weltverbände IBF und WBC, dem Tyson angekündigt hatte: „Ich werde ihm das Herz rausreißen und seine Kinder fressen“, verteidigt seine Gürtel aber erst einmal am 21. April gegen Hazim Rahman oder David Izon (beide USA).

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