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Boxen : Lewis muss gegen Klitschko kämpfen

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Lennox Lewis will lieber gegen Mike Tyson Kasse machen Bild: AP

Vitali Klitschko offizieller Herausforderer von Weltmeister Lennox Lewis, verkündete der Verband WBC. Lewis darf allerdings eine freiwillige Titelverteidigung gegen Mike Tyson bestreiten.

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          Der britische Profi-Boxweltmeister Lennox Lewis muss seinen Weltmeistertitel bis spätestens Ende Oktober gegen den Ukrainer Vitali Klitschko verteidigen. Das gab der Weltverband World Boxing Council (WBC) am Samstag in Hamburg bekannt.

          „Vitali Klitschko ist die Nummer eins der Weltrangliste und damit offizieller Herausforderer von Weltmeister Lennox Lewis“, sagte WBC-Vizepräsident Ruben Martinez. Lewis darf allerdings bis zum 30. Juni eine freiwillige Titelverteidigung gegen Mike Tyson (USA) bestreiten. „Wer diesen Kampf gewinnt, muss innerhalb von 120 Tagen gegen Vitali Klitschko um die Weltmeisterschaft boxen“, erklärte Martinez.

          Klitschko zog Klage zurück

          Der Kampf des 31-jährigen Klitschko gegen Lewis war ursprünglich bereits für April in den USA geplant. Doch der 37 Jahre alte Brite ließ die Verträge mit der Hamburger Universum Box-Promotion platzen und wollte stattdessen einen lukrativeren Rückkampf gegen Tyson bestreiten. Den Amerikaner hatte Lewis im Juni vergangenen Jahres durch K.o. in der achten Runde bezwungen.

          Wegen des Vertragsbruches hatte Klitschko vor vier Wochen Klage bei einem Gericht in Las Vegas eingereicht. Diese zog er nun wegen der neuen Festlegung des WBC zurück. Sollte sich Lewis weigern, gegen den älteren der Klitschko-Brüder anzutreten, verliert er den WM-Gürtel. Als Nummer eins der Rangliste müsste Klitschko dann gegen den zweitplatzierten Hasim Rahman (USA) um den vakanten Titel kämpfen.

          „Gegen Tyson viel Geld verdienen“

          „Es gibt das Gerücht, dass Lewis nun den WBC verklagen will“, sagte WBC-Vize Martinez. „Das interessiert uns nicht. Das kann er gerne tun. Wir halten unsere Regeln ein.“ Beobachter der Box-Szene gehen nicht davon aus, dass Lewis noch bis Ende Juni gegen Tyson kämpft. Der Amerikaner hat bislang keine definitive Zusage gegeben. „Außerdem werden es die amerikanischen Fernsehsender bis dahin nicht mehr schaffen. Bei so einem Kampf ist ein großer Vorlauf nötig“, sagte Klitschko-Promoter Klaus-Peter Kohl.

          Der WBC genehmigte die freiwillige Titelverteidigung nur, „weil Lewis mit einem Kampf gegen Tyson viel Geld verdienen kann“. „Das wollen wir ihm zugestehen“, meinte Martinez. Der Universum- Boxstall will die neuerlichen Verhandlungen mit dem Management von Lewis umgehend aufnehmen. Kohl: „Wir freuen uns, dass der WBC seine Regeln einhält.“

          Der 2,02 Meter große Klitschko hat von seinen 33 Profi-Kämpfen 32 gewonnen, davon 31 durch K.o. Letztmals stand er am 23. November vergangenen Jahres im Ring. In Dortmund bezwang er den Amerikaner Larry Donald durch technischen K.o. Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Wladimir hatte vor drei Wochen seinen Weltmeistertitel der World Boxing Organization (WBO) gegen den Südafrikaner Corrie Sanders überraschend verloren.

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