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Boxen : Lewis-Klitschko perfekt: April 2003

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Entschlossen zum WM-Kampf: Witali Klitschko Bild:

Der Titelkampf zwischen dem britischen Box-Weltmeister Lennox Lewis und seinem Herausforderer Witali Klitschko ist perfekt.

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          Seit Freitag ist es amtlich: Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem britischen Box-Weltmeister Lennox Lewis und seinem Herausforderer Witali Klitschko aus der Ukraine findet statt. Wie Klitschkos Management am Freitagnachmittag nach letzten Gesprächen in England mitteilte, wird der Kampf „am 12. oder 19. April 2003“ stattfinden.

          „Der Vertrag war bereits im September von beiden Seiten unterschrieben worden“, sagte Klaus-Peter Kohl, der Promoter der Klitschko-Brüder Witali und Wladimir, dem Sport-Informations-Dienst (sid). „Offen ist nur noch, wo der Fight stattfinden wird“, erklärte Kohl weiter. Zur Debatte stehen „entweder Las Vegas, wo Wladimir gegen Jameel McCline gewonnen hat, oder eine andere Stadt. Auf jeden Fall in den USA.“

          „Wir haben Lewis vor den Fäusten“

          Kohl war zu letzten Gesprächen auf die Insel gereist, wo er mit Lewis-Manager Adrian Ogun zusammentraf. „Da ging es nur noch um Kleinigkeiten, die Unterschriften war ja schon unter den Papieren“, ergänzte der 59-Jährige Kohl, der als Promoter vor seinem Gipfelsturm steht: „Wir haben Lewis vor den Fäusten, sportlich ist nicht mehr drin.“

          Noch am vergangenen Sonntag hatte es allerdings für die Öffentlicheit noch so ausgesehen, als würde der Fight um die Schwergewichtskrone des Weltverbandes World Boxing Council womöglich doch nicht stattfinden. Denn am Rande des IBF-Titelkampfes zwischen Champion Chris Byrd und dem bezwungenen Ex-Weltmeister Evander Holyfield in Atlantic City hatte der 37-Jährige Lewis einen verbalen Tiefschlag in Richtung Witali Klitschko ausgeteilt: „Wen hat er denn schon besiegt? Er hat es nicht verdient, gegen mich zu boxen.“

          „Ich habe immer gesagt, dass dieser Kampf kommen wird“

          Gleichzeitig brachte er einen Rückkampf gegen Mike Tyson ins Gespräch, den er im ersten Aufeinandertreffen K.o. geschlagen hatte. Von dieser scheinbaren Wende hatte sich das Klitschko-Management aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Ich habe immer gesagt, dass dieser Kampf kommen wird“, sagte Klaus-Peter Kohl, der als zweiter Deutscher nach Ex-Weltmeister Max Schmeling in die Ruhmeshalle des Boxsports aufgenommen wird.

          „Die Störfeuer haben mich nicht interessiert, auch nicht die jüngsten Aussagen von Lennox“, sagte Kohl weiter. Lewis habe „kalte Füße“ bekommen“. „Er hat doch gesehen, wie Bird gegen Holyfield gewonnen hat. Und er weiß, wie souverän Wladimir und sogar der verletzte Witali mit nur einem Arm Bird beherrscht haben“, sagte Kohl. Lewis war es bei seinem Ballyhoo offensichtlich darum gegangen, seinen Preis noch etwas in die Höhe zu treiben. „Ich habe boxerisch alles bewiesen, was es zu beweisen gibt. Es geht nicht mehr höher, deshalb muss ich ab sofort für jeden Kampf optimal honoriert werden“, sagte der Brite. Zu finanziellen Dingen wollte sich Kohl nicht äußern.

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