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Boxen : Keine Gnade für Graciano Rocchigiani

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Ausgeboxt: Rocky muss in den Knast Bild: ap

Der ehemalige Profibox-Weltmeister Graciano „Rocky“ Rocchigiani muss nach einer Entscheidung der Berliner Senatsjustizverwaltung für ein Jahr ins Gefängnis.

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          Der ehemalige Profibox-Weltmeister Graciano „Rocky“ Rocchigiani muss nach einer Entscheidung der Berliner Senatsjustizverwaltung für ein Jahr ins Gefängnis. Die Verwaltung lehnte ein Gnadengesuch des 38-Jährigen ab.

          Dieses Gnadengesuch hatte nach Angaben des Sprechers der Justizverwaltung, Martin Steltner, bisher aufschiebende Wirkung für den Strafvollzug. Nun hat Rocchigiani laut Steltner in Kürze eine Ladung zum Strafantritt zu erwarten. Die Strafe war rechtswirksam geworden, nachdem eine Beschwerde Rocchigianis gegen die Umwandlung der Bewährungsstrafe in eine Haftstrafe vom Berliner Landgericht am 15. Juli abgelehnt worden war. Wegen des Gnadengesuchs war der Strafvollzug bisher noch nicht angeordnet worden.

          Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung

          „Rocky“ wurde am 16. Dezember zum wiederholten Male straffällig, als er im Alkoholrausch in einem fremden Auto aufgegriffen wurde und erneut ausrastete. Die Polizei erstattete Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, gefährliche Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung von Beamten.

          „Diese Vorfälle haben mit der ausgesprochenen Strafe und der Ablehnung des Gnadengesuchs nichts zu tun. Hier laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, und es ist zu entscheiden, ob und wann ein neues Strafverfahren eingeleitet wird“, erklärte der Pressesprecher der Justizverwaltung hinzu.

          Polizistenbeleidigung, Fahren ohne Führerschein, Schlägerei

          Wegen Widerstands gegen die Polizei und Polizistenbeleidigung 1997 (acht Monate auf Bewährung) sowie Fahren ohne Führerschein und mit überhöhter Geschwindigkeit 1999 (vier Monate) war „Rocky“ in den letzten Jahren wiederholt straffällig geworden.

          Während der Bewährungszeit geriet er im August 2000 am Timmendorfer Strand in eine Schlägerei in einer Disco und war unter Alkoholeinfluss in einen Unfall verwickelt, was von der Staatsanwaltschaft Lübeck nur mit einer Geldstrafe von 12.780 Euro geahndet worden war. Danach hatte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten die Bewährungsstrafen des Boxers widerrufen.

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