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Borussia Dortmund : Reuter beendet seine Karriere

  • Aktualisiert am

Bleibt beim BVB: Stefan Reuter Bild: dpa

In Stefan Reuter verläßt der letzte Fußball-Weltmeister von 1990 die Bundesliga-Bühne. Der 37jährige wird auch nach seinem Karriereende bei Borussia Dortmund blieben.

          Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer, machte von seinem Abschied jedoch wenig Aufhebens. Fast beiläufig gab Stefan Reuter im Anschluß an den 2:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt das nahe Ende seiner bewegten Laufbahn bekannt.

          Das 20. Jahr als Profi mit den Stationen 1. FC Nürnberg, Bayern München, Juventus Turin und Dortmund wird sein letztes sein. „Ich will abtreten, so lange die Leute sehen, daß ich noch fit bin“, sagte der Franke.

          „Laufmaschine mit Turboantritt“

          Die unspektakuläre Ankündigung paßte ins Bild: Schließlich war der Allrounder, der in seiner Jugend kurz vor einer Karriere als Leichtathlet stand, auch auf dem Platz nur selten der Hauptdarsteller. Vor allem seiner Vielseitigkeit und seiner Schnelligkeit war es zu verdanken, daß er bei vielen Trainern hoch im Kurs stand. Der vom ehemaligen DFB-Coach Berti Vogts als „Laufmaschine mit Turboantritt“ bezeichnete Reuter galt zudem als mannschaftsdienlich und pflegeleicht.

          Ein Platz in der Ruhmeshalle des deutschen Fußballs ist ihm gewiß: Ein Weltmeister- (1990) und ein Europameistertitel (1996), ein Triumph in der Champions League (1997), fünf deutsche Meisterschaften (1989, 1990, 1995, 1996 und 2002), 69 Länderspiele und 496 Bundesligaspiele sprechen für sich. Obwohl er selbst mit 37 Jahren nur wenig von seinen athletischen Fähigkeiten eingebüßt hat, verzichtet Reuter auf ein weiteres Profi-Jahr. Nach reiflicher Überlegung informierte er BVB-Trainer Matthias Sammer bereits vor Wochen über seinen Entschluß.

          Dem geliebten Fußball will Reuter dennoch erhalten bleiben. Derzeit laufen Gespräche, wie er bei der Borussia in die Vereinsarbeit eingebunden werden kann. „Noch haben wir uns nicht geeinigt, aber wir werden eine Lösung finden“, sagte der Wahl-Dortmunder. Er wäre nach Michael Zorc der zweite ehemalige BVB-Profi, der vom Rasen an den Schreibtisch wechselt.

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