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Bob : Im fremden Gefährt zur Meisterschaft

  • Aktualisiert am

Die Winterberger René Spies und Sandra Kiriasis haben bei den deutschen Meisterschaften in Altenberg die Titel im Zweier gewonnen.

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          Mit dem Zweierbob von Christoph Langen hat der Winterberger René Spies den deutschen Meistertitel gewonnen. Mit seinem Anschieber Franz Sagmeister fuhr er am Samstag in Altenberg zwei Mal Bahnrekord (55,20 sowie 55,14 Sekunden) und verwies das Duo Hartl Sanktjohanser/Christian Reppe (Unterhaching) und die Meininger Thomas Florschütz/René Tiefert auf die Plätze. Der Riesaer Matthias Höpfner enttäuschte in Abwesenheit des Oberhofers André Lange auf seiner Hausbahn mit Platz vier.

          „Es hat einfach alles gepaßt. Christophs Bob, die Kufen von ISE, die schnellen Beine von Franz und die Hände von Spies“, sagte Spies und freute sich vor allem über die Bahnrekorde: „Lueders hatte beim Weltcup eine starke Zeit hingelegt. Somit ist unsere Leistung auch international gesehen viel Wert.“ Nachdem es beim Sauerländer nach dem Comeback nicht so richtig lief, suchte er das Gespräch mit Langen, der zuvor seinen Verzicht auf diese Saison erklärte. „Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis. Daher konnte ich sein Material nun ausleihen“, betonte Spies. Langen kann auf diese Art und Weise sein Material auf hohem Niveau testen. Dennoch gibt er zu: „René schöpft den Bob erst zu 80 Prozent aus. Also gibt es noch Reserven bei der Abstimmung.“

          „Dafür gibt es eine Kiste Bier“

          Bei acht Grad Außentemperatur und Sonnenschein leisteten die Bahnarbeiter um Chef Ralf Mende ganze Arbeit. Vier Bahnrekorde bei vier Wettbewerben wurden am Ende verbucht. „Dabei mußten wir Anfang der Woche wegen Schneematsch noch das Training abbrechen. Die Jungs haben perfekt gearbeitet, dafür gibt es eine Kiste Bier, vielleicht auch zwei“, lobte Siegerin Sandra Prokoff, die am 23. Dezember ihren Lebensgefährten Jörg Kiriasis geheiratet hatte und nun unter dem Namen ihres Ehemannes fährt.

          Mit zwei Bahnrekorden (57,34/57,12) und einer Gesamtzeit von 1:54,46 Minuten raste die Winterbergerin mit Anschieberin Berit Wiacker zu ihrem dritten DM-Titel und war „wahnsinnig zufrieden“. Weltmeisterin Susi Erdmann kam mit Bremserin Anne Dietrich (Königssee/1:55,44) auf Rang zwei vor dem Oberhofer Duo Claudia Schramm/Nicole Herschmann (1:55,84). Lokalmatadorin Cathleen Martini, die vor fünf Wochen auf ihrer Hausbahn Europameisterin wurde, mußte auf Platz drei liegend wegen eines Kreislaufkollapses aufgeben. Nach einer Magen-Darm-Grippe ging die Oberbärenburgerin bereits gehandicapt ins Rennen.

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