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BMW International Open : Howell gewinnt dramatisches Finale

  • Aktualisiert am

Sieger der BMW-Open: der Engländer David Howell Bild: dpa/dpaweb

David Howell hat nach einem dramatischen Finale die BMW International Open der Golf-Profis gewonnen. Vor der Rekordkulisse von 64.000 Zuschauern wurde Marcel Siem 24., Bernhard Langer kam auf Rang 47.

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          Der englische Ryder-Cup-Held David Howell hat nach einem dramatischen Finale die BMW International Open der Golf-Profis gewonnen. Mit 265 Schlägen (66+68+66+65) setzte sich der 30jährige am Sonntag gegen John Daly (266/Vereinigte Staaten) und den Australier Brett Rumford (266) durch. Für den zweiten Europa-Toursieg seiner Karriere vor der Rekordkulisse von 64.000 Zuschauern kassierte Howell 330.000 Euro.

          Der Düsseldorfer Marcel Siem (276) auf Rang 24, Bernhard Langer (280) als 47. und Tino Schuster (281/Stuttgart) auf Platz 55 spielten im Finale der 70 Besten bei dem Zwei-Millionen-Euro-Turnier in München Nord-Eichenried keine Rolle. Vor dem Finale hatten noch ein gutes Dutzend Spieler die Chance auf den Sieg, ehe Howell und sein kongenialer Ryder-Cup-Partner und Landsmann Luke Donald mit 17 unter Par das Feld von hinten aufzurollen versuchten.

          Siem mit Wut im Bauch

          Doch während Donald nach Fehlschlägen bis Loch 11 schon verspielt hatte, setzte sich Howell mit John Daly, dem Sieger von 2001, und dem Australier Brett Rumford nach und nach ab. Als dem 115-Kilo-Koloss Daly am 10. Grün ein Bogey unterlief und Howell mit einem Birdie konterte, war die Vorentscheidung gefallen. Howell verteidigte die Spitze mit defensiver Taktik, während Daly und Rumford den Sieg von Howell tatenlos im Fernsehen verfolgten.

          Mit Wut im Bauch über den verschobenen letzten Birdie-Putt, der ihn rund 5.000 Euro kostete, zog Siem am Ende seiner Achterbahnfahrt Bilanz. „Ich habe nie den fünften Gang gefunden, um richtig nach vorne zu kommen. Es ging am Ende eher rückwärts“, klagte der zu emotionalen Ausbrüchen neigende Rheinländer. Ein Malheur war ihm auf der 73er-Runde am Samstag unterlaufen, als seine Hose platzte und der Ärger darüber Siem völlig aus dem Rhythmus brachte.

          Bernhard Langer gelassen

          Als bester Deutscher auf dem geteilten 22. Rang verdiente Siem rund 2.000 Euro, die ihm mit 200.000 Euro Prämien nach 18 Turnieren in der Europa-Geldrangliste ein Platz unter den besten 100 sichern. „Ich merke, daß mein Spiel in der bescheiden verlaufenen Saison wieder besser wird. Ich muß mental noch viel arbeiten, weil ich mich selber unter zu viel Druck setze“, beschrieb Siem seine Gemütslage. „Mein großes Ziel sind die Majors und der Ryder Cup 2008. Alles andere wäre zu früh“, sagte Siem. „Ich muß noch so viel Erfahrung sammeln und mich selber finden, damit es bei mir paßt.“

          Der 48jährige Bernhard Langer nahm es einen Tag nach seinem Geburtstag mit Gelassenheit hin, dass es ihm auch im 15. Anlauf nicht vergönnt war, den in seiner Sammlung einzigen noch fehlenden deutschen Titel zu gewinnen. „Es gab jeden Tag etwas in meinem Spiel, das nicht ganz in Ordnung war. Ich schlage zwar etwa 10 bis 12 Meter weiter als vor drei Jahren.

          Aber die Präzision war nicht mehr so gut“, meinte Langer. Tino Schuster dagegen kämpft unverdrossen weiter um seine erste Arbeitsberechtigung auf der Europa-Tour. Mit 6.000 Euro Prämie konnte er sich in der Geldrangliste nur unwesentlich vom 241. Rang verbessern. „Ich will auf die Tour, und ich habe alle Chancen“, sagte der auf der drittklassigen ETP-Tour spielende Schwabe. Rang 115 ist für die direkte Qualifikation notwendig.

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