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Bild für Bild : Hannawalds Traumstart

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Bild: dpa

Die Vierschanzentournee hat die Fans wie zu jedem Jahreswechsel in ihren Bann gezogen. FAZ.NET zeigt die besten Bilder.

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          Inmitten der neu entfachten „Hannimania“ behält der Held den Überblick: „Ich kriege doch keinen Preis für fröhliches Rumhüpfen. Der Sieg in Oberstdorf ist abgehakt“, erklärt Sven Hannawald. Mit Massagen, Fußball und Hanteltraining stimmte sich der Schwarzwälder nach einem abendlichen Gläschen Sekt auf den nächsten historischen Triumph ein.

          In Garmisch-Partenkirchen will er am Neujahrstag (13.45 Uhr/live bei RTL) als erster Skispringer zum sechsten Mal in Folge bei der Vierschanzentournee auf die oberste Stufe des Siegerpodestes klettern. „In Partenkirchen werden die Karten neu gemischt. Klar will ich um den Sieg springen. Aber Spekulationen überlasse ich den Fachleuten. Am Ende steht auf der Ergebnisliste, wer der Beste von denen war, die ihr Bestes gegeben haben. Ich werde schon noch diese oder jene Rolle spielen.“

          „Er würde sogar mit einem Sturz gewinnen“

          Nach seinem historischen Vierfach-Triumph in der Vorsaison und dem aktuellen Auftakterfolg (fünf Siege hintereinander schaffte bislang nur der Thüringer Helmut Recknagel 1958/59) spürt der Überflieger aus Hinterzarten den extremen Erwartungdruck: „Das ist das erste Mal, dass alle von mir den Gesamtsieg erwarten. Ich hoffe, ich kann dem Druck stand halten.“

          Eigentlich ist Skispringen ein Wintersport: Martin Schmitt und seine Mitstreiter flogen in Oberstdorf durch Frühlingsluft

          Davon ist Helmut Recknagel überzeugt. „Sven wird in den nächsten Tagen meinen Rekord überbieten. Ich traue ihm auch einen erneuten Vierfachsieg zu“, sagte der Olympiasieger von 1960: „Und wenn er nicht Gesamtsieger wird, wäre ich maßlos enttäuscht. Er würde sogar wie früher ich mit einem Sturz noch gewinnen.“

          Höllwarth: „Ich will den Gesamtsieg“

          Das glaubt ausgerechnet jener Mann nicht, auf dessen Siegspur der deutsche Team-Olympiasieger gerade eingebogen ist: „Die Tournee ist extrem stressig. Ich denke nicht, dass bei Hannawald nach dem langen Verletzungsausfall die Substanz reicht“, sagt Ernst Vettori. Dem österreichischen Olympiasieger war es 1987 als letztem Springer gelungen, einen Tournee-Gesamtsieg erfolgreich zu verteidigen. „Vor allem der Martin Höllwarth wird ihm noch schwer zu schaffen machen.“

          Der so gelobte Landsmann und Weltcup-Spitzenreiter sieht das genauso: „Ich kann Hannawald auf jeder Schanze schlagen. Ich will den Gesamtsieg und weiß, dass ich ihn holen kann.“

          Neue Superprämie?

          Auch finanziell würde sich für Hannawald ein neuerlicher Siegszug lohnen. Über 300.000 Euro könnten diesmal zusammenkommen. 46.000 gab es für den Auftaktsieg vom Veranstalter und vom Deutschen Skiverband (DSV). Drei weitere Siegprämien in gleicher Höhe stehen bereit. Zudem eine 70.000 Euro schwere Nobelkarosse (plus 50.000 DSV-Euro) für den Gesamtsieg.

          Die Veranstalter, die im Vorjahr für Hannawalds historischen Vierfach-Coup 50.000 Euro Superprämie auslobten, werden sich in Innsbruck zusammensetzen. „Wenn Hannawald auch die nächsten zwei Springen gewinnt, müssen wir uns etwas einfallen lassen“, erklärt Oberstdorfs OK-Chef Claus-Peter Horle.

          Heß: „Wir drehen nicht gleich durch“

          Bundestrainer Reinhard Heß sieht sich nach dem gelungenen Tournee-Start nicht nur durch seinen Superflieger, sondern auch durch Martin Schmitts Traum-Comeback („Eine herausragende Leistung“) auf Rang vier und das beste Teamergebnis des bisherigen Winters (fünf Springer unter den besten 20) bestätigt.

          „Wir drehen doch nicht gleich durch, wenn die Brathähnchen durch die Luft fliegen“, meint der Routinier in Anspielung auf einige Medien-Kritiken nach dem verpatzten Weltcup-Auftakt Ende November in Kuusamo. „Die Österreicher sind zwar weiter in der Favoritenrolle, aber wir werden unsere Athleten schon auch auf dem Siegertreppchen postieren.“

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