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Biathlon-Weltcup : Schempp gewinnt Sprint vor Björndalen

  • Aktualisiert am

Simon Schempp: Zweiter Saisonsieg für den Schwaben Bild: dpa

Im Biathlon-Wettbewerb über zehn Kilometer setzt sich der Schwabe Schempp nach fehlerfreiem Schießen vor dem bereits 41 Jahre alten Norweger Björndalen durch.

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          Nervenstark hat Simon Schempp dem großen Ole Einar Björndalen den 95. Weltcup-Sieg vor der Nase weggeschnappt. Der fast 15 Jahre jüngere Schwabe lag am Donnerstag nach dem Sprint von Pokljuka genau 15,2 Sekunden vor dem bald 42 Jahre alten Biathlon-Altmeister. „Sehr, sehr cool“, kommentierte der Uhinger seinen siebten Weltcup-Erfolg.

          Lange hatte es danach ausgesehen, als ob Rekord-Olympiasieger und Rekord-Weltmeister Björndalen zum zweiten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Podest stehen könnte. Doch Schempp, im Einzel-Rennen vor drei Wochen in Östersund vom Altmeister aus Norwegen noch geschlagen, war am Ende der Schnellere.

          Auch Russlands neuer Trainer Ricco Groß hatte Grund zur Freude, denn Jewgeni Garanitschew wurde Sprint-Dritter vor seinem Landsmann Alexej Slepow. „Es ist spannend, wenn man über den Tellerrand hinausschaut und bei anderen Nationen lernen kann“, sagte Groß im ZDF. „Es wäre schön, wenn wir uns im Spitzenbereich festbeißen könnten.“

          Alter Meister: Ole Einar Björndalen gehört mit 42 noch zur Weltelite

          Schempp holte sich seinen zweiten Weltcup-Sieg in diesem Winter dank einer fehlerfreien Leistung am Schießstand. „Man brauchte einfach die Null bei diesen perfekten Bedingungen“, sagte er. Doch der 27-Jährige überzeugte auch in der Loipe. Meter um Meter baute er nach dem letzten Schießen seinen Vorsprung auf Björndalen aus, schaffte die zweitbeste Laufzeit im Feld der 102 Skijäger.

          Benedikt Doll verschaffte sich als Achter eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag. Verfolgungsweltmeister Erik Lesser  muss als 28. nach einer Strafrunde 68,2 Sekunden auf Schempp aufholen. Mit ebenfalls einem Schießfehler kam  Andreas Birnbacher auf Rang 26 (+1:16,6 Minuten). Nach seiner Erkältung wurde Arnd Peiffer 41. mit einem Rückstand von 1:38,6 Minuten, der auch ohne Strafrunde durch einen Sturz erklärbar war.

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