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Biathlon : Uschi Disl und Sven Fischer laufen vorneweg

  • Aktualisiert am

Perfekter Saisonstart: Uschi Disl Bild: AP

Die Staffel-Olympiasiegerin hat beim Weltcup-Auftakt in Norwegen trotz dreier Schießfehler auch das Jagdrennen gewonnen. Martina Glagow kam auf Platz drei. Bei den Männern siegte Sven Fischer.

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          Uschi Disl und Sven Fischer haben am Samstag den ersten Weltcup-Doppelsieg für die deutschen Biathleten in der neuen Saison erkämpft (Ergebnisse Wintersport).

          Zwei Stunden nachdem die Skijägerin vom bayerischen SC Moosham das 10 Kilometer lange Verfolgungsrennen der Frauen in Beitostölen zu ihren Gunsten entschieden hatte, war auch der Oberhofer nach dem 12,5 Kilometer langen Krimi nicht zu bezwingen. Für beide war es der 26. Weltcup-Tagessieg ihrer Laufbahn. Die überragende Vorstellung des deutschen Aufgebots rundete Martina Glagow aus Mittenwald als Tagesdritte mit einem Sturmlauf vom 22. Startplatz ab.

          „Das war der erste Erfolg unserer angekündigten Lauf-Offensive“, jubelte Herren-Bundestrainer Frank Ullrich. „So einen Saisoneinstand haben wir gebraucht. Das gibt allen Selbstvertrauen“, fügte er an. Fischer überzeugte mit stabilem Schießen und nur einer Strafrunde. „Als ich fast zeitgleich mit drei weiteren Männern auf die letzte Runde stürmte, habe ich mir einen langen Sprint überlegt. Dazu war der letzte kleine Anstieg 500 Meter vor dem Ziel genau richtig. Daß es so gut geklappt hat, hat mich schon überrascht. Das ist auch Genugtuung für einige Kritik im Herbst“, gab der Thüringer zu.

          Uschi Disl strahlte nach dem besten Weltcup-Einstand ihrer Laufbahn noch mehr als gewohnt. „Im Training war ich immer ,Miss 1' mit je einem Fehler bei jedem Schießen. Die Nummer 1 im Gesamtweltcup ist mir lieber“, scherzte die 34jährige Frohnatur, die am Donnerstag bereits den Sprint über 7,5 Kilometer gewonnen hatte und weiter das Gelbe Trikot trägt. Zwischen Disl und Glagow konnte sich beim erneuten „Länderkampf“ gegen Rußland nur die Russin Olga Pylewa schieben.

          Die Vorentscheidung gelang Uschi Disl beim vierten Schießen, als sie den Stand fehlerfrei verließ und die nach dem ersten Liegend-Anschlag durch zwei „Fahrkarten“ eingebüßte Führung zurückeroberte. „Ich war selbst überrascht vom guten letzten Schießen. Neben mir ließen alle einige Scheiben stehen - und ich bin erstaunlicherweise ganz ruhig geblieben. Das war entscheidend“, beschrieb sie die Szene. Als sie ihren Vorsprung bis zum letzten Anstieg auf acht Sekunden verdoppelt hatte, war Pylewas Kampfgeist gebrochen. Im Ziel hatte Disl bei 16,4 Sekunden Vorsprung vor der Russin.

          Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Achte sowie Katja Beer (Altenberg/13.) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/14.) komplettierten das gute mannschaftliche Ergebnis. Alle fünf Frauen sowie Fischer und Ricco Groß (Ruhpolding/12. am Samstag) haben damit auch schon nach den ersten beiden Rennen die deutsche WM-Norm erfüllt.

          Die deutsche Herrenstaffel kam zum Abschluß des Weltcups auf den zweiten Platz hinter Gastgeber Norwegen. Das erstmals in der Besetzung mit Peter Sendel (Oberhof), Ricco Groß (Ruhpolding), Andreas Birnbacher (Schleching) und Sven Fischer (Oberhof) angetretene Weltmeister-Quartett lag im Ziel deutlich 1:25,4 Minuten zurück. Zuvor hatte die deutschen Damenstaffel beim Sieg von Rußland ebenfalls Rang zwei belegt.

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