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Biathlon : „Juhu, du darfst zum König“

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Dem Sieg am Holmenkollen, folgt die Audienz beim König: Martina Glagow Bild: dpa

Biathletin Martina Glagow hat beim Weltcup am Holmenkollen in Oslo den ersten Saisonsieg gefeiert. Die 23-Jährige gewann das 10-km-Jagdrennen mit nur einem Schießfehler. Zwei Wochen vor der WM in Sibirien nominierten die Bundestrainer ihr Aufgebot.

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          Martina Glagow ist die neue Biathlon-Königin vom Holmenkollen und führt das deutsche Aufgebot für die WM an. Die 23-jährige Skijägerin hat im „Mekka des nordischen Skisports“ als vierte Deutsche in diesem Winter ein Weltcuprennen gewonnen und sich damit auf den zweiten Platz im Gesamt-Weltcup hinter der Bulgarin Jekaterina Dafowska verbessert.

          Der Lohn: 15 000 Euro Prämie für den Erfolg im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer und eine Audienz beim norwegischen König Harald V.

          Nur ein Fehlschuss

          Nach der 12,5 km langen Verfolgung der Herren wurde diese Ehre dem fünfmaligen Olympiasieger Ole Einar Björndalen zuteil. Bei seinem ersten Erfolg am „heiligen Skiberg“ der Norweger und dem 36. seiner Laufbahn behauptete sich der Weltcup-Spitzenreiter vor dem Oberhofer Sven Fischer (+18,1 s), der zwei Strafrunden drehen musste, und seinem Landsmann Stian Eckhoff (+24,7).

          Martina Glagow verfehlte nur eine der 20 Scheiben und hatte im Ziel 3,6 Sekunden Vorsprung vor der stark aufkommenden Weißrussin Olena Zubrilowa und 4,7 Sekunden vor der Italienerin Michaela Ponza. Ansteigende Form bewies auch Andrea Henkel (Oberhof) als Sechste, während Uschi Disl (Moosham) mit Laufbestzeit und fünf Strafrunden Siebte wurde.

          Bundestrainer nominieren Wm-Aufgebot

          „Es läuft derzeit einfach prima bei mir“, lautete die eher nüchtern klingende Bilanz von Martina Glagow. Doch dann bekannte sie, dass sie schon auf den letzten zwei Kilometern innerlich gejubelt hatte: „Juhu, du darfst zum König“. Bereits am Samstag war Martina Glagow im Sprint über 7,5 km Dritte hinter der Französin Sandrine Bailly und Albina Achatowa (Russland) geworden.

          Bei den Herren war Sven Fischer mit dem Bronze-Rang im Sprint über 10 km auf seinen Lieblingsstrecken am Osloer Hausberg hinter dem fast 37-jährigen Weißrussen Wladimir Dratschew und Pawel Rostowzew (Russland) erstmals aufs Siegertreppchen gestürmt.

          Obwohl am kommenden Wochenende im schwedischen Östersund noch die letzte Weltcup-Station vor den Weltmeisterschaften im russischen Chanty Mansijsk (14. bis 23. März) aussteht, hat Damen-Bundestrainer Uwe Müßiggang sein WM-Aufgebot bereits benannt.

          Olympiastarter nach Sibirien

          Er will mit allen sieben Weltcup-Starterinnen - neben Glagow, Henkel und Disl noch Katrin Apel (Frankenhain/11. in der Verfolgung), Katja Beer (Altenberg/13.), Simone Denkinger (Gosheim/20.) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/36.) - nach Sibirien fliegen. Dort können die deutschen Damen wegen der Olympiasiege von Henkel und Wilhelm jeweils einen zusätzlichen fünften Startplatz im Einzelrennen und der Verfolgung besetzen.

          Herren-Chef Frank Ullrich hat mit Fischer, Sendel, Ricco Groß (Ruhpolding/16.), Michael Greis (Nesselwang/24.), Frank Luck/14., und Alexander Wolf (beide Oberhof/20.) die sechs Aktiven berufen, die auch im vergangenen Jahr bei den Olympischen Winterspielen starteten. Der 21-jährige Andreas Birnbacher (Schleching/46.) würde noch ein Ticket erhalten, wenn er in Östersund ein Top-Resultat erzielt.

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