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Biathlon : Doppelsieg durch Kati Wilhelm und Sven Fischer

  • Aktualisiert am

Gut in Schuss: Kati Wilhelm Bild: dpa

Rund drei Wochen vor Beginn der WM kommen die deutschen Biathleten immer besser in Fahrt. Beim letzten Weltcup vor dem Saisonhöhepunkt durften sie nach den Sprintrennen gleich zwei Mal jubeln.

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          Die deutschen Biathleten kommen rund drei Wochen vor der WM richtig in Schwung. Sven Fischer mit seinem ersten Saisonsieg und Kati Wilhelm mit Erfolg Nummer drei sorgten im Sprint für einen starken Auftakt beim letzten Weltcup in Östersund. Nur 1,2 Sekunden hinter Fischer belegte der Weißrusse Wladimir Dratschew bei der WM-Generalprobe Rang zwei. Uschi Disl durfte sich über den dritten Platz freuen.

          „Es ist gut zu wissen, dass man wieder in Schuss kommt“, sagte Fischer: „Für mich ist es gut, dass die Titelkämpfe erst am Schluss stattfinden.“ Der Olympiazweite aus Oberhof musste im Januar wegen einer Erkältung pausieren, meldete sich zuletzt mit den Rängen drei und zwei aber zurück. Nun klappte es in Abwesenheit der bisher dominierenden Ole Einar Björndalen (Norwegen) und Raphael Poiree (Frankreich) über 10 Kilometer ohne Schießfehler endlich mit dem 22. Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn.

          Eine Strafrunde bremste Uschi Disl

          „Er hat sich wie die ganz Mannschaft prächtig geschlagen“, freute sich Bundestrainer Frank Ullrich. Ricco Groß (Ruhpolding) und Michael Greis (Nesselwang) landeten auf Platz vier beziehungsweise fünf. Andreas Birnbacher erfüllte als 14. eine WM-Teilnorm.

          Für die 26-jährige Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) war es der insgesamt sechste Weltcup-Erfolg ihrer Laufbahn. Die Weltmeisterin hatte nach 7,5 Kilometer ohne Schießfehler 7,1 Sekunden Vorsprung auf Olena Zubrilowa. Uschi Disl, die eine Strafrunde absolvieren musste, fehlten zur Weißrussin nur 0,6 Sekunden.

          Weltcup-Spitzenreiterin bleibt Jekaterina Dafowska aus Bulgarien, die diesmal nur auf dem 19. Platz landete. In der Gesamtwertung rückte Martina Glagow (Mittenwald) als Zweite nach einem guten fünften Rang im Sprint bis auf 27 Punkte an Dafowska heran. „Ich muss die Form halten und im Trainingslager vielleicht noch verbessern. Dann werden wir sehen“, sagte Glagow, die sich nicht unter Druck setzen will.

          Kati Wilhelm hat sogar „noch Reserven“

          „Ich habe mich von den letzten beiden schwachen Rennen nicht beeindrucken lassen. Auch die Leistungen im Training stimmten mich optimistisch“, sagte Kati Wilhelm: „Ich habe bestimmt noch ein paar Reserven. Das war hoffentlich noch nicht die WM-Form.“ Das Championat in Chanty Mansijsk in Russland, das auch noch für den Weltcup zählt, beginnt am 15. März.

          Dritte in der Gesamtwertung ist Albina Achatowa, die diesmal auf Platz sieben landete. Die Russin steht allerdings unter Dopingverdacht. Die Olympiadritte mit der Staffel ist beim Weltcup Ende Januar in Antholz positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Das bestätigte der Sportdirektor des Biathlon-Weltverbandes IBU, der Slowene Janez Vodicar.

          Achatowa hatte laut Vodicar am 24. Januar nach dem siegreichen Staffel-Rennen unmittelbar vor der Dopingkontrolle das Bewusstsein verloren. Die russischen Ärzte, so deren Aussage gegenüber der IBU, gaben ihr daraufhin eine Infusion. Dieses Mittel soll nun angeblich zu der positiven A-Probe geführt haben. Zwei Tage später gewann die 26-Jährige das Massenstartrennen. Die Öffnung der B-Probe erfolgt laut IBU-Generalsekretär Peter Bayer am 28. Februar.

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