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Biathlon : Deutsche Frauen-Staffel unbesiegt durch den Olympia-Winter

  • Aktualisiert am

Schlussläuferin der deutschen Siegerstaffel: Kati Wilhelm Bild: AP

Drei Weltcuprennen, drei Siege - jetzt sind die deutschen Biathlon-Frauen favorisiert für Salt Lake City.

          2 Min.

          Die deutschen Frauen haben vor 15.000 begeisterten Zuschauern in Ruhpolding auch das dritte Weltcup-Staffelrennen gewonnen.

          In der Besetzung Katrin Apel, Uschi Disl, Martina Zellner und Kati Wilhelm setzte sich das deutsche Team nach 4x7,5 Kilometern in 1:37:29,5 Stunden durch und blieb dabei ohne Strafrunden. Mit einem Rückstand von 1:51,0 Minuten wurde Russland Zweiter vor Norwegen (2:26,2 Minuten zurück).

          „Eine Olympiamedaille soll es schon sein"

          „Es hat sich wieder gezeigt, dass wir über mehrere annähernd gleich starke Frauen verfügen. Das ist schon ein Vorteil“, bewertete Bundestrainer Uwe Müßiggang die Glanzleistung seines Quartetts. „Das heißt aber nicht, dass wir in Salt Lake City Olympiagold nur abzuholen brauchen. Eine Medaille, ja die soll es sein. Natürlich wollen wir auch gewinnen, doch zum Sieg muss an dem Tag alles optimal passen."

          Olympiafavoritinnen

          Katrin Apel, die als einzige bei allen Siegen des Winters dabei war, musste beim dritten Weltcupeinsatz als Startläuferin zwar vier Mal nachladen, erfüllte aber die Erwartungen des Bundestrainers: „Sie hat ihre Sache gut gemacht, viel Druck entwickelt und das Feld auseinander gerissen.“

          Apel wechselte als Zweite, acht Sekunden hinter der führenden Russin Olga Pylewa. „Das war nicht optimal. Liegend hatte ich etwas Pech. Beide Fehler waren nur eine Haarbreite daneben. Ich hatte nicht den Mut, noch mehr am Visier zu rasten“, sagte die Staffel-Olympiasiegerin.

          Mit deutscher Flagge ins Ziel

          Uschi Disl benötigte nur eine Reservepatrone, nahm der russischen Sprint-Olympiasiegerin Galina Kuklewa 55 Sekunden ab und brachte das Quartett auf die Siegerstraße. „Die zweite Position war zwar etwas ungewohnt“, meinte die sonstige Startläuferin. Sie habe sogar fragen müssen, wie man zum Wechselraum kommt. „Doch die zweite Strecke ist nicht so stressig wie der Start. Ich könnte mir das auch in Salt Lake City vorstellen. Dort möchte ich auf jeden Fall bei der Staffel dabei sein, egal auf welcher Position. Das entscheiden die Trainer.“

          Martina Zellner hatte erst am Morgen erfahren, dass sie für die ursprünglich nominierte, aber angeschlagene Martina Glagow laufen sollte. „Uwe Müßiggangs Anruf hat mich geweckt“, schmunzelte Zellner. Auf der Strecke zeigte sie sich jedoch hellwach. Zwar benötigte sie stehend acht Patronen für die fünf Scheiben, „doch läuferisch ging es richtig gut.“

          Schlussläuferin Kati Wilhelm konnte ihr eigenes Tempo laufen. „Ich habe erst auf der Schlussrunde etwas Gas herausgenommen, denn man weiß ja nie, was am Schießstand passiert“, begründete sie ihren schnellen Lauf trotz des deutlichen Vorsprungs. Erst auf der Zielgeraden ließ sie sich feiern, griff eine deutsche Fahne und winkte dem begeisterten Publikum zu.

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