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Biathlon : Björndalen gewinnt - Deutsche verbessert

  • Aktualisiert am

„Adlerauge” Björndalen gewinnt in Pokljuka Bild: REUTERS

Zwei Tage nach ihrem Sprint-Debakel haben sich die deutschen Biathleten im Weltcup-Jagdrennen von Pokljuka durch die Ränge neun und zehn halbwegs rehabiliert. Ole Einar Björndalen feierte seinen vierten Saisonsieg.

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          Selbst straffe Windböen konnten den norwegischen Ausnahme-Biathleten Ole Einar Björndalen nicht bremsen und den kleinen Aufwärtstrend der deutschen Männer nicht stoppen. Im slowenischen Pokljuka erkämpfte sich der 29 Jahre alte viermalige Olympiasieger seinen vierten Saisonsieg. Ohne sich voll zu verausgaben und trotz dreier Strafrunden hatte er im Ziel bei widrigen Bedingungen mit ständig drehendem Wind 6,3 Sekunden Vorsprung vor dem Russen Nikolaj Kruglow und 11,5 Sekunden vor dessen Landsmann Sergej Tschepikow.

          Die deutschen Männer kämpften sich nach dem unbefriedigendem Sprint am Donnerstag nach vorn: Peter Sendel vom 15. auf den 9. Platz, Sven Fischer (beide Oberhof) von der 16. auf Position 10 und Ricco Groß (Ruhpolding) verbesserte sich vom 20. auf den 13. Rang.

          „Siegerehrung ohne Deutsche nicht so schön“

          Noch bessere Resultate vergab das Trio beim letzten Schießen, als in einem „Windloch“ Fischer zwei Mal und die beiden anderen je ein Mal in die 150 m lange Strafrunde mußten. „Da habe ich nicht meinen Rhythmus gefunden“, ärgerte sich Fischer. Im Liegendanschlag war das Kraftpaket aus Schmalkalden fehlerfrei geblieben. „Heute war ich auch mit den Ski zufrieden“, stellte er einen Fortschritt fest. Ähnlich sah es Peter Sendel, der etwas verhalten angegangen war. „Schließlich mußte man ja vier Mal den steilen Berg hoch. Das kostet Kraft. Am Ende hatte ich dann noch was zum Zusetzen“, bewertete er seinen Auftritt.

          Auch Ricco Groß hatte ein besseres Gefühl als beim Sprint. „Allerdings ist eine Siegerehrung ohne Deutsche nicht so schön“, meinte der Wahl-Bayer. Dem schloß sich Bundestrainer Frank Ullrich an. „Für die Motivation in Richtung WM wäre es schon besser gewesen, wenn die heutigen guten Leistungen mit einem Platz auf dem Treppchen belohnt worden wären. Doch es war ein Schritt nach vorn, auch was die Arbeit unserer Skitechniker an geht“, lobte der Bundestrainer die am Donnerstag noch gescholtenen Wachser. „Jetzt haben wir in diesem Winter alle Schnee-Bedingungen durch. Wenn die Techniker das Puzzle zusammen fügen, sollten sie das auch in den Griff bekommen“, meinte Ullrich.

          Sein Sorgenkind bleibt derzeit aber Routinier Frank Luck. Der 36jährige kam als einer von nur zwei Startern mit einem Fehlschuß aus, konnte sich aber nur von Rang 42 auf den 34. Platz verbessern. „Offensichtlich will der Lucki selbst zu viel. Ihm fehlt die Lockerheit im Kopf. Erzwingen kann man nichts. Daran müssen wir in den nächsten Tagen arbeiten“, sagte der Bundestrainer über den Rekord-Weltmeister.

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