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Berlin - Nürnberg 2:1 : Herthas Serie hält

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Naß gemacht: Der Berliner van Burick (l.) und Mintal beim Zweikampf Bild: dpa/dpaweb

Die Berliner befindet sich auch ohne den an Grippe erkrankten Spielmacher Marcelinho weiter auf dem Vormarsch. Sie sind nun schon seit elf Partien ungeschlagen.

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          Hertha BSC bleibt auch ohne Superstar Marcelinho neben Tabellenführer Bayern München die Mannschaft der Stunde. Mit einem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg bauten die Berliner ihre Positivserie auf elf Spiele ohne Niederlage aus und kletterten in der Tabelle mit 36 Punkten auf Rang vier. Nur noch ein Pünktchen trennt den Hauptstadtklub von der Qualifikations-Chance für die Champions League.

          Den verdienten Erfolg machten am Samstag vor 35.000 Fans im Berliner Olympiastadion Niko Kovac mit einem verwandelten Foulelfmeter (30.) und der eingewechselte Artur Wichniarek (90.) perfekt. Liga-Torjäger Nummer eins, Marek Mintal, hatte für die über weite Strecken defensiven Nürnberger zwischenzeitlich die Hoffnung auf einen Punktgewinn geweckt (79.).

          Hertha schlägt zurück

          Doch obwohl Andreas Neuendorf eine Minute später mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz mußte, schlug Hertha nochmals zurück. Der überzeugende Yildiray Bastürk, der gegen Thomas Paulus vor dem 1:0 schon den Elfmeter herausgeholt hatte, dribbelte sich bis zur Grundlinie durch und bediente Wichniarek genau. Für den Polen war es das erste Saisontor. Der Triumph gegen den „Club“ war erst der dritte Berliner Heimsieg der Saison.

          Die Nürnberger verpaßten im 400. Auswärtsspiel ihrer Bundesliga-Geschichte, die 1963 mit einem 1:1 ebenfalls in Berlin begonnen hatte, eine weitere Überraschung. In der Jubiläums-Partie steigerte sich der „Club“ zwar nach der Pause, ein Punkt blieb den lange harmlosen Franken verwehrt.

          Nürnberg zu defensiv

          Hertha entwickelte auch ohne Marcelinho, der nach einem Kurzabstecher in die brasilianische Heimat wegen einer Grippe passen mußte, von Beginn an viel Druck. Bei Regen und tiefem Rasen fehlte bei den Berlinern aber die Genauigkeit beim finalen Pass. Dennoch hätte Nando Rafael nach schönem Zuspiel von Billy Reina früh die Führung markieren können, doch der Angolaner schoß freistehend „Club“-Torwart Daniel Klewer auf die Brust (8.). Nürnberg-Coach Wolfgang Wolf hatte wegen Verletzungen mit Schäfer, Schroth, Reinhardt und Kapitän Larson gleich vier wichtige Akteure nicht dabei. Dazu verbannte er Tomasz Hajto und Ivica Banovic aus dem Kader.

          Lange Zeit beschränkten sich die Nürnberg nur auf die Defensive. Nachdem Schiedsrichter Michael Weiner (Gießen) Rafael einen Elfmeter noch zurecht verweigert hatte (19.), zeigte er nach einer Attacke von Paulus am starken Bastürk auf den Punkt. Kovac schoß zu seinem dritten Saisontreffer ein.

          Kraftakt

          Ein Bruch kam ins Spiel der Berliner, die ohne den gesperrten Thorben Marx und den unter Rückenproblemen leidenden Fredi Bobic auskommen mußten, als der bis dahin überragende Josip Simunic mit einer schweren Sprunggelenksverletzung vom Platz mußte.

          Mit dem ersten Schuß auf das Berliner Tor überhaupt prüfte Mario Cantaluppi Hertha-Schlußmann Christian Fiedler (60.). Der eingewechselte Maik Wagefeld hatte mit einem abgefälschten Freistoß (73.) ebenso wenig Erfolg wie Marek Nikl mit einem Kopfball (75.). Elf Minuten vor dem Ende klappte es doch: Stefan Kießling, erst sechs Minuten auf dem Platz, bediente Mintal, der direkt zum Ausgleich einschoß. Mit dem letzten Kraftakt aber schlug Hertha zurück.

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