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Benefizspiel : Ein 2:2 und viele Gewinner

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Bordon bestaunt Ballkünstler Podolski Bild: AP

Der gute Zweck wurde voll erfüllt, nicht ganz die sportlichen Erwartungen: Im Benefizspiel für die Tsunami-Opfer trennte sich die deutsche Nationalelf von einer Allstar-Auswahl mit 2:2. Vier Millionen Euro kamen zusammen.

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          Über vier Millionen Euro und vier Tore: Das Benefizspiel des deutschen Fußballs für die Opfer der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien hat seinen guten Zweck erfüllt.

          51.904 Zuschauer in der Gelsenkirchener Arena AufSchalke bildeten am Dienstag abend einen würdigen Rahmen beim 2:2 (2:1) der deutschen Nationalmannschaft gegen eine All-Star-Auswahl. Nutznießer des Spiels werden die zum Teil langfristigen Projekte zum Wiederaufbau sein, die mit dem Reinerlös von mehr als vier Millionen Euro finanziert werden sollen.

          In einer betont freundschaftlichen Begegnung erzielten Bernd Schneider (26.) und Gerald Asamoah (29.) die Tore für die DFB-Auswahl, Roy Makaay (28.) und Marek Mintal (50.) trafen für die vom Kölner Coach Huub Stevens betreuten Bundesliga-Ausländer. Zum Erfolg der Hilfsaktion trugen auch die Nationalspieler bei, die vor Spielbeginn 200.000 Euro spendeten.

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          Geld für ein Langzeitprojekt

          Nach Angaben von Teammanager Oliver Bierhoff soll mit dem Geld ein noch nicht bestimmtes Langzeitprojekt in einem der von der Flutwelle betroffenen Länder unterstützt werden. 1,5 Millionen Euro waren vom DFB bereits vorab als Soforthilfe für Opfer der Katastrophe bereitgestellt worden, die am 26. Dezember die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans betroffen hatte.

          Unter das Motto Spaß am Spiel statt Kampf um jeden Ball hatten Bundestrainer Jürgen Klinsmann und All-Stars-Coach Stevens die Partie gestellt, die unter anderem auch in den betroffenen Ländern Thailand, Indonesien, Sri Lanka und Indien sowie Hongkong und Singapur live übertragen wurde. Doch blieb der Unterhaltungswert beim Stelldichein der Stars oft nur gering, weil die Mehrzahl der insgesamt 42 eingesetzten Spieler jeglichem Verletzungsrisiko aus dem Wege ging und mit angezogener Handbremse spielte.

          Ungeduldige Fans

          Erst nach knapp einer halben Stunde erfüllten die Akteure den Wunsch der ungeduldig gewordenen Fans („Wir wollen Tore sehen“) nach spektakulären Szenen. Den Anfang zu vier tollen Minuten machte der Leverkusener Schneider, der Borussia Dortmunds Schlußmann Guillaume Warmuz mit einem Heber aus 18 Metern keine Chance ließ (26.). Praktisch im Gegenzug gab Makaay seinem Bayern-Teamkollegen Oliver Kahn mit einem spektakulären Volleyschuß zum 1:1 das Nachsehen. Wieder nur Sekunden später drückte Asamoah eine flache Hereingabe zur erneuten Führung für die DFB-Elf über die Linie.

          Nach der Pause schickte Klinsmann neun frische Kräfte aufs Feld, darunter den Bremer Frank Fahrenhorst, der erstmals seit dem Brasilien-Länderspiel im September wieder im Nationaltrikot auflief. Bei den All-Stars kam mit Marcelo Bordon, Lewan Kobiaschwili, Lincoln und Ailton nun die Schalker „Fraktion“ zum Zuge. Doch der erneute Ausgleich gelang nicht dem Torschützenkönig der vergangenen Saison, sondern dem Nürnberger Mintal, mit 13 Treffern bester Schütze der laufenden Spielzeit. Der besonders ehrgeizige Ailton (81./85.) und Bayern-Regisseur Ze Roberto (83.) vergaben frei vor Jens Lehmann die Chancen, das Bundesliga-Team doch noch zum Sieg zu schießen.

          14 Tage vor dem ersten Länderspiel des Jahres gegen den zweifachen Weltmeister Argentinien trug Christian Pander vor heimischer Kulisse erstmals das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Der Schalker war für den verletzten Stuttgarter Philip Lahm in die Verteidigung gerückt und durfte als einziger neben dem Lauterer Marco Engelhardt 90 Minuten lang mitwirken.

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