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Beachvolleyball-WM : Medaille zum Greifen nah

Werden immer besser in Wien: Ludwig/Walkenhorst erreichen das WM-Halbfinale Bild: dpa

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst lassen den California-Girls Sweat/Summer keine Chance. Nun warten die Weltranglistenersten. Dagegen scheitert das zweite deutsche Team an der kanadischen Wand.

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          Laura Ludwig und Kira Walkenhorst nähern sich bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft ihrer Olympia-Form aus dem Vorjahr. Im Viertelfinale am Freitag setzten sich die Olympiasiegerinnen aus Hamburg zur Mittagszeit mit 2:0 Sätzen klar gegen das amerikanische Duo Summer Ross und Brooke Sweat durch. Die beiden California-Girls mit dem zu der Hitzewelle in Wien passenden Teamnamen Sweat/Summer waren nach ausgeglichenem Beginn im ersten Satz (10:11) letztlich chancenlos und unterlagen glatt mit 15:21 und 14:21.

          Den Matchball verwandelte Abwehrspieler Laura Ludwig auf unnachahmliche Art mit einem hohen Bagger ins Hinterfeld, unerreichbar für das amerikanische Duo. Damit nähert sich das zuvor von Verletzungen und Erkrankungen gehandicapte deutsche Star-Team ihrer ersten WM-Medaille. Nicht mal die anhaltenden Schulterprobleme von Kira Walkenhorst, die mit bedrohlich wirkenden Tapeverbänden antritt, konnte das deutsche Nationalteam bislang stoppen. „Rio ist schon fast ein Jahr her, und ich liebe es, davon immer noch zu hören. Aber jetzt ist die WM und wir haben einen anderen Status“, sagte Laura Ludwig. Nach sechs Siegen in sechs Spielen und insgesamt 12:1 Sätzen steht noch an diesem Freitag das Halbfinale für die Olympiasiegerinnen an.

          Gegen die Weltranglisten-Ersten im Halbfinale

          Gegnerinnen am Abend werden die Brasilianerinnen Larissa und Talita sein, die sich im Duell mit ihren Landsfrauen Carol/Maria Antonelli 2:0 durchsetzten und zu den erfolgreichsten Spielerinnen der Beachvolleyball-Geschichte zählen.

          Beide haben schon WM-Medaillen geholt, allerdings mit unterschiedlichen Partnerinnen: Larissa Franca Maestrini gewann mit Juliana Felisberta Silber 2005, Bronze 2007, Silber 2009 und Gold 2011. Talita da Rocha Antunes war mit Maria Antonelli einmal Dritte. Larissa/Talita führen die aktuell Weltrangliste an und sind in Wien an Nummer 1 gesetzt. Ludwig/Walkenhorst rangieren auf Position 4.

          Laboureur/Sude scheitern an der kanadischen Wand

          Das bislang makellos aufspielende zweite deutsche Team ist dagegen im Viertelfinale ausgeschieden: Chantal Laboureur und Julia Sude unterlagen den Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes mit 0:2 Sätzen (15:21/16:21). Vor allem gegen die 1,96 Meter große Blockerin Sarah Pavan, die sich in Bestform am Netz präsentierte, fanden die Weltranglistenzweiten aus Stuttgart und Friedrichshafen am Freitag kein geeignetes Mittel.

          Kanadische Wand: Melissa Humana-Paredes’ Partnerin Sarah Pavan (links) ist 1,96 Meter groß

          Paven/Humana-Paredes, die ohne Satzverlust ins halbfinale eingezogen sind, treffen nun auf die Amerikanerinnen Lauen Fendrick und April Ross, die sich im Viertelfinale mit 2:0 Sätzen (21:16, 21:10) gegen das zweite kanadische Team Banslkey/Wilkerson durchsetzten. Laboureur/Sude müssen sich dagegen mit dem geteilten fünften Rang im Klassement und 18.000 Dollar Preisgeld trösten.

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