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Beachvolleyball : Die beste Laura aller Zeiten

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Bestes Spiel ihrer Karriere: Laura Ludwig nach dem Halbfinaleinzug bei Olympia Bild: AP

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst erreichen als erstes deutsches Damen-Duo ein olympisches Halbfinale. Nun geht es gegen Brasiliens Dreamteam um die Medaillen.

          „Atemberaubend“, jubelte Laura Ludwig und streckte im Moment des Sieges die Zunge heraus. Gemeinsam mit Kira Walkenhorst hatte die deutsche Beachvolleyballspielerin auf dem Weg ins olympische Halbfinale die Kanadierinnen Sarah Pavan/Heather Bansley mit 2:0 (21:14, 21:14) aus dem Weg geräumt, die zuvor beim olympischen Turnier in Rio keinen einzigen Satz abgegeben hatten. Eine Demonstration nahezu perfekten Beachvolleyballspiels am berühmtesten Strand der Welt. „Es war ein gefühltes Finale. Unglaublich“, sagte Blockspielerin Walkenhorst. Doch erst am Dienstag gegen die topgesetzten Brasilianerinnen Larissa und Talita geht es um den Einzug ins wirkliche Endspiel an der Copacabana.

          Die erfahrene Laura Ludwig (30) steigerte sich bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme nach Platz neun in Peking 2008 und Rang fünf in London 2012 - beides mit ihrer früheren Partnerin Sara Goller - und hat ihr bestes Abschneiden bereits sicher. Die junge Kira Walkenhorst (25) greift gleich bei ihrem Olympia-Debüt nach einer Medaille. Nie zuvor haben deutsche Beachvolleyball-Frauen bei Olympischen Spielen auf dem Treppchen gestanden.

          Erstes europäisches Team im Halbfinale

          Ludwig/Walkenhorst sind zugleich das erste europäische Duo überhaupt, das seit dem Olympia-Debüt der Trendsportart 1996 in der Runde der letzten Vier steht. „Beim Matchball musste ich mir sagen: Feier nicht schon“, sagte Laura Ludwig. In diesem Jahr hat sie gemeinsam mit ihrer Partnerin schon fünf Turniersiege errungen und ist ganz nach vorne in die Weltspitze marschiert.

          Starkes Match: Kira Walkenhorst und Laura Ludwig lassen Team Kanada keine Chance

          Die Fähigkeit, sich aus schwierigen Situationen zu befreien, kam den beiden gebürtigen Berlinerinnen auch in Rio zu Gute. Im Achtelfinale gegen die Schweizerinnen Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré half Walkenhorst ihrer Partnerin aus einer kurzen Schwächephase, bevor das 2:0 feststand. Gegen die Kanadierinnen bot nun Ludwig „das beste Spiel, was ich je von ihr gesehen haben“, lobte Trainer Jürgen Wagner.

          Vor 10.000 Fans an der Copacabana wurde die Partie gegen die 1,96 Meter große Pavan und die reaktionsschnelle Bansley nur in der Startphase beider Sätze zu der von Wagner erwarteten „schweren Nummer“. Danach waren die beiden Europameisterinnen waren vor allem mit ihren Aufschlägen zu stark für die Konkurrenz. Dazu war Walkenhorst im Blockspiel effektiver als ihre zwölf Zentimeter größere Kontrahentin Pavan. „Wir haben noch eine Schippe drauf gepackt“, meinte Ludwig. Der erst zweite Sieg im sechsten Duell gegen die Kanadierinnen geriet nie in Gefahr.

          Starke Gegnerinnen im Halbfinale: Brasiliens Top-Team Larissa/Talita.

          Das Vier-Jahres-Projekt wollen Coach Wagner und seine Schützlinge nun mit einer Medaille krönen. „Wir haben zwei Chancen dafür“, sagte Abwehr-Spezialistin Ludwig. Zuerst warten im Halbfinale die Brasilianerinnen Larissa Franca Maestrini und Talita Da Rocha Antunes, die die Deutschen in bisher vier Duellen immerhin dreimal bezwingen konnten. Larissa/Talita setzten sich am Sonntagabend gegen die Schweizerinnen Nadine Zumkehr und Joana Heidrich in einem dramatischen Viertelfinalspiel knapp mit 2:1 (21:23, 27:25, 15:13) durch und wehrten dabei drei Matchbälle ab.

          Im zweiten Halbfinale stehen sich die amerikanische Beachvolleyball-Legende Kerri Walsh, dreifache Olympiasiegerin und dreifache Mutter, mit ihrer neuen Partnerin April Ross sowie das zweite brasilianische Duo Agatha Bednarczuk/Barbara Seixas De Freitas gegenüber.

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