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Beachvolleyball : Der Weg nach Timmendorf

Peilen den deutschen Meistertitel 2020 an: Laura Ludwig (l.) und Margareta Kozuch Bild: dpa

Frisch entfachtes Wettkampffieber bei Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig, große Vorfreude beim WM-Zweiten Julius Thole. Der Deutsche Volleyball-Verband setzt doch noch eine Turnierserie auf.

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          Der Weg zum Timmendorfer Strand führt über Düsseldorf und Hamburg. Zumindest für die deutschen Beachvolleyballer. Insgesamt sechs Qualifikationsturniere an zwei Großstadt-Standorten sowie die traditionellen Titelkämpfe am Ostseestrand hat der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) organisiert, nachdem die übliche Beach-Tour coronabedingt ausfallen musste. „Ich freue mich total“, sagte der WM-Zweite Julius Thole über die Aussicht, in diesem Sommer doch noch in den Wettkampfmodus kommen zu können.

          Nach der anfänglichen Passivität angesichts des Lockdowns, dem sich sechs Wochen intensiven Fitness-Trainings anschlossen, fühlt sich der 23-Jährige derzeit körperlich topfit. Nur ob es auch mit der Spieltechnik klappt? „Da bin ich selbst gespannt“, sagte der junge Hamburger über seine Beach-Fähigkeiten. Mit Partner Clemens Wickler konnte er zuletzt immerhin schon wieder zwei Wochen lang am Ball üben. Auch dessen Verletzungssorgen sind gebannt: „Clemens springt wie ein junger Hüpfer.“

          An der Ausrichtung der Beach-Bundesliga für Männer und Frauen, die derzeit ebenfalls in Düsseldorf ausgespielt wird, war der Verband nicht beteiligt. „Da waren die jungen Wilden schneller“, bekannte Volker Braun, Geschäftsführer der Vermarktungsagentur des DVV, über die Eigeninitiative des Beachvolleyball-Spielers Alex Walkenhorst und einiger Mitstreiter. Walkenhorst und Co. hatten die Liga in privater Initiative angestoßen, weil der DVV ihrer Meinung nach zu lange „in Schockstarre“ verharrt hatte, wie Walkenhorst kritisierte. „Wir haben die Tür aufgestoßen bekommen“, sagte Braun nun, der „Partnerschaft statt Konkurrenz“ bekundete: „Dafür sind wir dankbar.“

          Star der Turnierserie des Verbands ist Olympiasiegerin Laura Ludwig, die die Spiele gewohnt ehrgeizig angeht: „Es ist enorm wichtig für uns, in diesem Jahr doch noch ein großes sportliches Ziel zu haben“, verkündete sie. Die 34-Jährige war bereits siebenmal deutsche Meisterin – aber noch nicht mit Margareta Kozuch. Qualifizieren fürs Finalwochenende müssen sich die beiden nicht: Die besten acht Teams sind gesetzt. Sie spielen in Düsseldorf und Hamburg deshalb nur Einladungsturniere um Preisgelder aus. Dagegen müssen die nachrangigen Duos jeweils um drei Tickets für Timmendorf kämpfen.

          Die private Bundesliga endet am 12. Juli in Düsseldorf. Die Verbandsspiele beginnen am 17. Juli an gleicher Stelle für die Frauen und eine Woche später für die Männer – jeweils ohne Publikum. Die deutschen Meister sollen dann am ersten September-Wochenende ermittelt sein. Dafür könnten immerhin 600 Zuschauer nach derzeit gültiger Gesetzeslage mit Abstand auf den Tribünen plaziert werden. Kein Vergleich zwar mit früheren Festspielen am Ostseestrand, aber immerhin.

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