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Basketball-WM : Team USA fällt auseinander

  • Aktualisiert am

Ratlose Gesichter: Team USA fällt auseinander Bild: Reuters

Die WM nimmt einen trostlosen Verlauf für die NBA-Stars aus den Vereinigten Staaten: Nach dem Viertelfinal-Aus verlieren die amerikanischen Basketballer auch das Plazierungsspiel gegen Serbien.

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          Die amerikanischen Basketballer haben bei der WM in China nach dem krachenden Viertelfinal-Aus die nächste Pleite kassiert und sind damit auf ein historisch schlechtes Ergebnis abgestürzt. Im Duell der gescheiterten Goldfavoriten verlor der Titelverteidiger gegen Serbien in der Plazierungsrunde am Donnerstag in Dongguan mit 89:94 (40:44). Damit geht es für die Amerikaner am Samstag gegen Polen, das im anderen Spiel der Plazierungsrunde gegen Tschechien 84:94 (35:43) unterlag, nur noch um Platz sieben. Bislang hatte der fünfmalige Weltmeister eine WM nie schlechter als auf Rang sechs beim Heimturnier 2002 abgeschlossen.

          Nach der 79:89-Niederlage im Viertelfinale gegen Frankreich wirkte das Team von Trainer-Legende Gregg Popovich immer noch völlig konsterniert. Die ebenso enttäuschten Serben von Coach Sasa Djordjevic deklassierten ihren Gegner im ersten Viertel mit 32:7. Die Vereinigten Staaten kämpften sich zwar nochmal zurück, mussten sich aber im Schlussabschnitt geschlagen geben. Serbiens NBA-Topstar Bogdan Bogdanovic ragte mit 28 Punkten heraus, bei den Amerikanern reichten auch 22 Zähler von Harrison Barnes nicht.

          „Wir ärgern uns selbst am meisten über das Ergebnis der WM“, schrieb Center Myles Turner nach dem schwachen Auftritt gegen Serbien: „Aber wir haben von 1-12 so viele Opfer für die Nation gebracht.“ Er werde „keine üble Nachrede akzeptieren“, die anderen Nationen hätten sehr viel Talent.

          Mehr Zug zum Korb: Serbien gewinnt mit Vasilije Micic (rechts) gegen die Amerikaner.

          Trotz des schwachen Auftritts ohne zahlreiche NBA-Superstars wie LeBron James, Stephen Curry und James Harden waren die Reaktionen in der Heimat auf den WM-Fehlschlag weniger harsch als noch in der Vergangenheit ausgefallen. „Das ist kein Desaster für die USA, das ist keine Schande, das ist kein Mangel an Einsatz“, kommentierte NBC. „Das ist einfach ein weiteres Zeichen, dass sich das Basketball-Universum ändert.“

          Spätestens bei Olympia 2020 in Tokio wird aber erwartet, dass das Imperium zurückschlägt. „Wenn USA Basketball in der Zukunft diese Turniere wieder dominieren will, muss es die Struktur des Kaders und die Beteiligungsrate der Superstars verbessern“, forderte ESPN.

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