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Basketball : TSK Würzburg droht Zahlungsunfähigkeit

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Fast ein Jahr nach dem Konkurs des Basketball-Bundesligaklubs Mitteldeutscher BC hat nun der TSK Würzburg erhebliche Probleme, die Saison in der ersten Klasse zu Ende zu spielen.

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          Fast ein Jahr nach dem Konkurs des Basketball-Bundesligaklubs Mitteldeutscher BC hat nun der TSK Würzburg erhebliche Probleme, die Saison in der ersten Klasse zu Ende zu spielen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fehlt dem Verein für eine längerfristige Sanierung eine halbe Million Euro. Allein 300.000 müßten bis zum Monatsende aufgebracht werden, um eine Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

          Klubchef Wolfgang Malisch bestätigte am Dienstag auf Anfrage, daß bislang nur "ein Teil" der Spieler "einen Teil der Januargehälter" erhalten habe. "Wir haben die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Wir wollen die Idee nicht sterben lassen."

          Würzburg hat mit knapp einer Million Euro einen der geringsten Etats in der Liga. "Mit Kosteneinsparungen ist da nichts mehr zu machen. Wir organisieren sozusagen zum Nulltarif", sagt Malisch. Der Professor für Chemie und einige seiner Mitstreiter haben den Würzburger Erstliga-Basketball nicht nur mit unbezahlter Arbeit am Leben erhalten, sondern auch mit Zuschüssen aus ihrem Privatvermögen. Die Rückkehr zum Mäzenatentum ist im Basketball längst kein Einzelfall mehr. In der prekären Lage befindet sich das Würzburger Basketball-Unternehmen auch, weil die 180000 Euro, die der Hauptsponsor als Gesellschafter einbringen wollte, bislang nicht eingetroffen sind. Mit der Veröffentlichung der Finanzprobleme will Malisch nun die Gretchenfrage stellen: "Was ist den Würzburgern Erstliga-Basketball wert? Wir haben mitgeholfen Dirk Nowitzki (Star der amerikanischen Profiliga NBA) herauszubringen, aus Würzburg kam der Hauptsponsor der Liga. Das hat uns alles nicht geholfen. Jetzt müssen die Leute begreifen, daß es Erstliga-Basketball nicht umsonst geben kann." Die Stadt will oder kann allerdings nur einen ideellen Beitrag leisten: Oberbürgermeisterin Pia Beckmann rief die Unternehmen aus der Region dazu auf, die Zukunft des Tabellenfünfzehnten mit Spenden zu sichern.

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