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Basketball-Play-off : Bamberg wehrt sich: „Keine Kloppertruppe“

  • Aktualisiert am

Robert Garrett hatte Glück im Unglück Bild: dpa/dpaweb

Nicht die zweite Niederlage gegen Bamberg im dritten Play-off-Finale, das Foul von Jason Sasser gegen den Frankfurter Robert Garrett, der minutenlang behandelt werden mußte, versetzte die Skyliners in Rage.

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          Auf dem Parkett drohten die Emotionen überzukochen, und auch im Kabinengang beruhigten sich die Gemüter nach dem Abpfiff lange nicht. Nach dem 62:66 gegen GHP Bamberg im dritten Finalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft schlug die Welle der Empörung bei den Opel Skyliners Frankfurt hoch.

          Doch nicht die Niederlage, sondern ein Foul von Bambergs Top-Werfer Jason Sasser (15) gegen Robert Garrett wenige Sekunden vor Schluß hatte die Hausherren in Rage versetzt. „So etwas musste passieren. Wir wurden immer wieder hart gefoult, aber die Schiedsrichter haben die Dinge laufen lassen“, wetterte Trainer Gordon Herbert.

          Vor Schmerzen schreiend auf dem Parkett

          Garrett, der vor Schmerzen schreiend minutenlang auf dem Parkett behandelt und danach in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, hatte Glück im Unglück. Der zunächst befürchtete Bruch erwies sich bei der ersten Untersuchung als Muskelverletzung an der Hüfte. Er wird auf jeden Fall im vielleicht entscheidenden vierten Spiel am Donnerstag in Bamberg fehlen.

          Zu selten obenauf: die Opel Skyliners im Finale gegen GHP Bamberg
          Zu selten obenauf: die Opel Skyliners im Finale gegen GHP Bamberg : Bild: dpa/dpaweb

          Mit einem Sieg vor heimischer Kulisse können sich die in der Serie „best of five“ mit 2:1 führenden Franken ihren Traum vom erstmaligen Titelgewinn erfüllen. „Der Erfolg in Frankfurt war nur ein kleiner Schritt. Es wird ein schweres Spiel, in dem es darauf ankommt, ob wir den Heimvorteil endlich nutzen können“, sagte Bambergs Trainer Dirk Bauermann. Denn in den bisherigen drei Spielen hatte immer das Gäste-Team die Nase vorn. Die Skyliners hoffen daher auf eine Fortsetzung dieser kuriosen Finalserie. „Warten wir mal ab, was am Donnerstag passiert“, kündigte Herbert eine Revanche an.

          „Ich bin kein schmutziger Spieler“

          Doch über den Sport wurde wenig diskutiert. Vielmehr mußte sich Bauermann gegen die vehementen Vorwürfe der Frankfurter zur Wehr setzen. „Uns zu unterstellen, wir wären eine Kloppertruppe, zeugt von einem Mangel an Respekt vor unserer Leistung“, echauffierte sich der Gäste-Trainer. „Es ist extrem traurig und schade, wenn sich ein Spieler verletzt. Aber es lag mit Sicherheit keine Absicht vor. Sasser ist kein Spieler, der eine Verletzung des Gegners bei einem Foul in Kauf nimmt“, stellte Bauermann klar.

          Sasser, der abseits des Feldes als baptistischer Prediger auftritt, war der Tumult um seine Person sichtlich unangenehm. „Es war ein Unfall. Robert ist zum Korb hochgestiegen, ich habe ihn unglücklich getroffen. Es tut mir wahnsinnig leid. Ich kann die Emotionen der Fans und der Trainer verstehen. Aber ich bin kein schmutziger Spieler“, sagte der Amerikaner, der sich im Krankenhaus persönlich bei Garrett entschuldigte.

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