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Basketball : Favoriten Bonn und Berlin unter Druck

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Meister ALBA Berlin und die Telekom Baskets Bonn haben im Rennen um die Meisterschaft ihren Heimvorteil nicht genutzt und sind in der Halbfinal-Playoff-Serie „best of five“ mit 1:2 in Rückstand geraten.

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          Titelverteidiger ALBA Berlin und die Telekom Baskets Bonn haben im Rennen um die deutsche Basketball-Meisterschaft ihren Heimvorteil nicht genutzt und sind in der Halbfinal-Playoff-Serie „best of five“ mit 1:2 in Rückstand geraten.

          Während der sechsmalige Meister aus Berlin sich eine 78:81-Niederlage gegen TXU Energie Braunschweig leistete, erteilte TSK Universa Bamberg beim 77:64 dem Hauptrundensieger aus Bonn eine Lektion. In den vierten von maximal fünf Spielen können Braunschweig und Bamberg bereits am Dienstag mit Heimsiegen ihre Finalteilnahme perfekt machen.

          Bonn mit magerer Quote

          3.500 Zuschauer in der ausverkauften Bonner Hardtberghalle erlebten eine intensiv geführte Partie, in der die Bamberger von Beginn an dominierten und schnell einen 10-Punkte-Vorsprung (26:16/13. Minute) herauswarfen. Dieser schrumpfte zwar bis zur Pause (33:30), doch nach dem Seitenwechsel setzte sich das Team von Trainer Dirk Bauermann entscheidend ab. Das homogene Franken-Team hatte in Jason Sasser (23), Steffen Hamann (18), Uvis Helmanis (14), und Derrick Taylor (10) vier zweistellig punktende Akteure.

          Bei den Bonnern, die eine äußerst magere Trefferquote aus dem Feld (37 Prozent) erzielten, gelang dies Brian Brown (19), Aleksandar Nadjfeji (16) und Brad Traina (11). Einen schwarzen Tag hatte Spielmacher Terrence Rencher, dem nur zwei Punkte gelangen, ehe er Ende des dritten Viertels mit dem fünften Foul auf die Bank musste.

          Braunschweig als nervenstarker Gegner

          Von prickelnder Spannung und starken Verteidigungsleistungen beider Teams war das Duell des Meisters gegen Braunschweig geprägt. ALBA benötigte vor 7010 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle eine lange Anlaufzeit, kam nach einem 13:22-Rückstand (9.) besser in Schwung und lag zur Pause 42:39 vorn.

          Doch die Niedersachsen erwiesen sich als nervenstarker Gegner, der nach dem Wechsel weitgehend das Spiel bestimmte. Vier Minuten vor dem Spielende führten sie mit 72:66, ehe die „Albatrosse“ vor allem dank Nationalspieler Mithat Demirel im Endspurt noch auf 78:79 herankamen. In der dramatischen Schlussphase konnten die Berliner die erste Playoff-Heimniederlage seit sechs Jahren jedoch nicht mehr vermeiden.

          „Das war noch keine Vorentscheidung, wir kommen wieder zurück und wollen in Braunschweig gewinnen“, sagte Demirel, der neben Stefano Garris (16), Jovo Stanojevic (15), Quadre Lollis (14) und DeJuan Collins (14) zweistellig traf. „In Berlin zu gewinnen, ist ein Riesenerfolg. Aber wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben, wenn wir die Serie am Dienstag beenden wollen“, freute sich Braunschweigs Coach Ken Scalabroni nach dem Überraschungscoup, zu dem Pete Lisicky (24), Joakim Blom (18), Szymon Szewczyk (11) und Gordan Firic (10) die meisten Punkte beisteuerten.

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