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Basketball : Ein Zauberball verdirbt die Nowitzki-Show

  • Aktualisiert am

In Hochform gegen die NBA-Kollegen: Dirk Nowitzki Bild: AP

Nach einer großartigen Leistung verpaßte die deutsche Basketball-Auswahl nur knapp einen historischen Sieg und unterlag dem olympischen „Dream Team“ der Vereinigten Staaten in letzter Sekunde mit 77:80.

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          Deutschlands Basketballer standen vor einer Sensation und am Ende doch mit leeren Händen da. Nach einer großartigen Leistung verpaßte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) am Mittwochabend nur knapp einen historischen Sieg und unterlag dem olympischen „Dream Team“ der Vereinigten Staaten in letzter Sekunde mit 77:80 (40:44).

          Einen Tag nach der überraschend deutlichen 78:95-Niederlage gegen Italien gelang den Amerikanern zumindest eine kleine Rehabilitierung. Vor der stimmungsvollen Rekordkulisse von 18.500 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena, darunter der ehemalige Fußball-Teamchef Rudi Völler, war das DBB-Team den NBA-Stars ebenbürtig und dem dritten Sieg im 10. Länderspielvergleich mit den Ballzauberern aus dem Basketball-Mutterland sehr nahe.

          Dream Team ohne Olympiaform

          Beste Werfer in der DBB-Auswahl, die nach den Siegen gegen Estland (89:48) und Italien (85:77) ihre erste Niederlage unter dem neuen Bundestrainer Dirk Bauermann kassierte, waren der überragende NBA-Star Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks mit 32 Punkten, Ademola Okulaja (Gerona/10), der starke Bamberger Spielmacher Steffen Hamann (9) und Patrick Femerling (Panathinaikos Athen/9). Für das US-Team, das weit davon entfernt scheint, in Athen den Olympiasieg von Sydney 2000 wiederholen zu können, trafen Tim Duncan (San Antonio Spurs/19), Carmelo Anthony (Denver Nuggets/16) und Allen Iverson (Philadelphia 76ers/15)) am besten. Letzterem gelang mit der Schlußsirene mit einem spektakulären Wurf aus über zehn Metern der Siegkorb. Drei Sekunden zuvor hatte Nowitzki mit einem Dreier die Hoffnung auf eine Verlängerung geschürt.

          Allen Iverson mit seinem entscheidenden Drei-Punke-Wurf aus zehn Metern in letzter Sekunde

          Nach dem Debakel gegen die Italiener, gegen die das deutsche Team zum Auftakt des Drei-Länder-Turniers mit 85:77 gewonnen hatte, zeigte die Standpauke des amerikanischen Coaches Larry Brown zumindest zwischenzeitlich Wirkung. Während Italiens Zonenverteidigung NBA-Stars noch große Rätsel aufgegeben hatte, kamen sie gegen diese Art der deutschen Deckung mit Distanzwürfen schon wesentlich besser zurecht. Vor allem
          dank Iverson gingen die Gäste schnell 8:2 in Führung (3.). Doch Nowitzki & Co zeigten sich unbeeindruckt. Nach dem ersten Viertel lagen sie nur mit 24:25 und zur Pause mit 40:44 im Rückstand.

          Dramatisches Schlußviertel

          Mit einem „Dreier“ verkürzte Nowitzki zwar auf 43:44, doch der überragende Duncan sorgte mit sechs Punkten in Serie für das 45:51 (23.). Unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Fans ging das deutsche Team durch den Berliner Stefano Garris in der 26. Minute mit 53:51 in Führung, die sie bis zur letzten Viertelpause (61:60) nicht mehr abgaben. Im Schlußviertel drehte im Dream Team plötzlich der bis dahin blasse Anthony auf und sorgte mit zwei „Dreiern“ für das 65:68 (34.), das Okulaja ebenfalls per Dreier zum 68:68 konterte. In der
          packenden Schlußphase war es Iverson, der 1:18 Minuten vor Spielende mit einem „Dreier“ aus neun Metern für das 72:75 und später für das entscheidende 77:80 sorgte.

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