https://www.faz.net/-gtl-owlc

Basketball : Die Frankfurt Skyliners sind Meister

  • Aktualisiert am

Der neue Meister feiert Bild: dpa/dpaweb

Die Frankfurt Skyliners haben zum ersten Mal die deutsche Basketball-Meisterschaft gewonnen. Im entscheidenden Finalspiel der Play offs gegen Bamberg gelang den Frankfurtern ein 84:78.

          2 Min.

          Der Trainer erhielt eine Bier-Dusche, die Spieler ließen die Sektkorken knallen und die Fans standen auf ihren Sitzen: Durch ein 84:78 (37:27) im letzten Play-off-Finale gegen GHP Bamberg haben die Opel Skyliners Frankfurt am Sonntag zum ersten Mal die deutsche Meisterschaft im Basketball gewonnen.

          Die Hessen setzten sich in der Serie „best of five“ mit 3:2 Siegen durch und feierten den größten Erfolg in ihrer jungen Vereinsgeschichte. Erst vor fünf Jahren war das Team von Coach Gordon Herbert mit der Lizenz der Rhöndorf Dragons am Main etabliert worden. Lohn des Erfolgs ist die erstmalige Qualifikation für die finanziell lukrative EuroLeague.

          Gordon Herbert: „Ein Traum“

          „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich freue mich für den gesamten Verein“, sagte Herbert, der in den nächsten Tagen Gespräche über eine Vertragsverlängerung führen will. Sein Kollege Dirk Bauermann war dagegen am Boden zerstört. „Ich bin sehr enttäuscht. Es wird noch lange wehtun. Aber schon jetzt überwiegt der Stolz auf meine Mannschaft, die in dieser Saison überzeugt hat“, sagte der Bamberger Coach, der mit seinem Team beim Griff nach der Meisterschale wie schon im Vorjahr gegen ALBA Berlin knapp scheiterte.

          Kapitän Pascal Roller im Meistertaumel
          Kapitän Pascal Roller im Meistertaumel : Bild: dpa/dpaweb

          Erst zum vierten Mal in der 21jährigen Playoff-Geschichte ging die Finalserie über fünf Spiele. Wie 1989 (Bayreuth), 1991 (Leverkusen) und 1999 (Berlin) nutzte mit Frankfurt auch dieses Mal der Gastgeber der entscheidenden Partie den Heimvorteil, nachdem es in den vier Spielen zuvor jeweils Auswärtssiege gegeben hatte. Angetrieben von 5000 Fans in der ausverkauften Ballsporthalle lieferte das überragende Defensiv-Team, das in dieser Saison gleich in 21 Spielen weniger als 70 Punkte zuließ, eine eindrucksvolle Demonstration ab.

          Robert Garrettt bester Werfer

          Vor allem bei ihren Wurfversuchen aus der Distanz und von der Freiwurflinie zeigten sich die Frankfurter stark verbessert und kamen dank der Treffsicherheit von Robert Garrett (22 Punkte) und Pascal Roller (16) zum Erfolg. Bei Bamberg war Jason Sasser (16) bester Werfer. „Wir haben es geschafft, nur das zählt. Diesen Titel werden wir genießen, es ist wunderbar“, jubelte Roller.

          Zwar konnte sich der Skyliners-Spielmacher im Feld nicht wie gewohnt in Szene setzen, dafür verwandelte er in den Schlußminuten einmal mehr die wichtigen Freiwürfe. Zudem brillierte Nationalspieler Garrett. Der 27 Jahre alte Flügel- und Aufbauspieler, der in der dritten Partie am vergangenen Montag eine schmerzhafte Prellung des Steißbeins erlitten hatte, tat sich als Antreiber und Punktesammler hervor.

          Die Bamberger leisteten sich dagegen viele Fehlversuche und gerieten schon im ersten Viertel ins Hintertreffen. Über die Stationen 21:15 (10. Minute) und 32:21 (16.) bauten die Frankfurter ihre Führung kontinuierlich aus, ehe Stafford mit einem Drei-Punkte-Wurf zum 27:37-Pausenstand aus Bamberger Sicht noch einmal für Hoffnung sorgte. Diese schienen bei einem 21-Punkte-Rückstand im dritten Viertel schon geschlagen, kamen dann aber zurück.

          Im Schlußviertel wachten die Franken noch einmal auf und waren beim 58:64 sieben Minuten vor dem Ende plötzlich wieder im Spiel. In der dramatischen Schlußphase verkürzten die Bamberger sogar noch einmal auf 78:80, konnten das Ruder aber nicht mehr herumreißen.

          Weitere Themen

          Timo Werner lässt Chelsea jubeln

          Premier League : Timo Werner lässt Chelsea jubeln

          Während der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp Mühe hat, stürmt der FC Chelsea mit Nationalspieler Timo Werner eindrucksvoll zum nächsten Sieg. Auch DFB-Spieler Ilkay Gündogan kann sich freuen.

          Die nächste Pleite für Nagelsmann

          Nach 0:5-Klatsche : Die nächste Pleite für Nagelsmann

          In der Champions League verliert RB Leipzig deutlich bei Manchester United. In der Bundesliga folgt nun ein weiterer Rückschlag bei Borussia Mönchengladbach, der die Tabellenführung kostet. Trainer Julian Nagelsmann ist bedient.

          Topmeldungen

          Eine Frau mit einer Packung Eier – im Hintergrund das Kapitol in Havanna

          Corona-Krise auf Kuba : Schlimmer als die Pandemie

          In Kuba setzt die Regierung strenge Maßnahmen gegen Corona ein. Noch härter als die Pandemie trifft die Menschen jedoch die Lebensmittelkrise. Das Land schlittert in eine immer schwierigere Situation.
          Wahlkämpferisch: Donald und Melania Trump am Freitag bei einer Veranstaltung in Tampa, Florida.

          Wahl in Amerika : Gespaltene Staaten

          Aus dem zivilisierten Wettstreit um die politische Macht zwischen Rot und Blau ist in den Vereinigten Staaten ein radikaler Kampf um alles oder nichts geworden; das liegt nicht nur an Donald Trump. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.