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Basketball : Deutschland verliert - Nur Bänderdehnung bei Nowitzki

  • Aktualisiert am

Dirk Nowitzki verletzte sich beim Spiel Bild: dpa/dpaweb

Das Team von Bundestrainer Henrik Dettmann verpaßte seinen ersten Supercup-Sieg. NBA-Profi Dirk Nowitzki mußte wegen einer Verletzung bereits nach 13 Minuten vom Platz.

          Es war ein schlechter Tag für die deutschen Basketballspieler: Das Team von Bundestrainer Henrik Dettmann verpaßte seinen ersten Supercup-Sieg und bangt knapp zwei Wochen vor der Europameisterschaft in Schweden um Dirk Nowitzki. Der NBA-Star von den Dallas Mavericks erlitt beim 68:76 (32:36) in Braunschweig gegen Frankreich nach einem Foul von Florent Pietrus eine Fußverletzung und mußte in seinem 50. Länderspiel nach 13 Minuten vom Feld geführt werden.

          Viel wichtiger als der Spielverlust war aber die Diagnose am späten Sonntagabend bei Nowitzki. Nach Aussage seines Vertrauten Holger Geschwindner ergab eine Kernspin-Untersuchung in Braunschweig, daß sich der NBA-Profi „nur“ eine Bänderdehnung und nicht den befürchteten Riß zugezogen hat. Sein Start bei der EM in knapp zwei Wochen in Schweden sei nicht gefährdet.

          Ohne Nowitzki chancenlos

          „Dirks Ausfall war entscheidend“, sagte Bundestrainer Henrik Dettmann, der dennoch ein positives Fazit zog: „Wichtig war vor allem, daß wir in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft einen Schritt weiter gekommen sind.“ Weniger die 78:54-Pflichtübung gegen den sieglosen EM-Gastgeber Schweden, sondern viel mehr der 91:84-Sieg über den Medaillenkandidaten Kroatien schürten die deutschen Hoffnungen für ein gutes Abschneiden in Schweden, wo die Olympia-Tickets für Athen 2004 vergeben werden.

          6.400 Zuschauer in der ausverkauften Volkswagenhalle erhofften am Sonntag eine erneute Gala-Vorstellung von Nowitzki, der mit 37 Punkten gegen Kroatien einen Glanzpunkt des Turniers gesetzt hatte. Doch in der 13. Minute kam der Schock: Nach einem Foul von Florent Pietrus zog sich der 25jährige Würzburger die Verletzung im linken Fuß zu. Als Nowitzki mit Schmerz verzerrtem Gesicht vom Feld humpelte, hatten die bisweilen äußerst rüde einsteigenden Franzosen vor allem dank Nowitzkis Kollegen von den Mavericks, Tariq Abdul-Wahad (16), ihren 12:19-Rückstand in eine 24:21-Führung umgewandelt.

          Letzte Tests Ende August

          Ihres „Leitwolfs“ beraubt, verlor das Dettmann-Team den Rhythmus, konnte aber dank Demirel nach 36:42-Rückstand zum 42:42 (25.) ausgleichen und durch den Frankfurter Pascal Roller sogar in Führung gehen (53:52/29.). In einem tollen Schlagabtausch, bei dem die Führung in den letzten fünf Minuten sieben Mal wechselte, hatten die Franzosen dank einer 8:0-Serie vom 60:61 zum 68:61 das bessere Ende für sich. Bester deutsche Werfer waren Ademola Okulaja (Malaga/17 Punkte) und der Berliner Mithat Demirel (11).

          Großes Lob spendete dem aufopferungsvoll kämpfenden deutschen Team der frühere Bundestrainer Svetislav Pesic, der im Vorjahr den Supercup mit Weltmeister Jugoslawien gewonnen hatte. „Die Deutschen haben tolle Moral bewiesen und haben auch außer Nowitzki großes Potential. Sie können in Schweden eine gute Rolle spielen“, meinte der 52jährige Serbe.

          Dettmann hat noch zwei Mal die Gelegenheit, seinem in bisher acht Vorbereitungsspielen zum zweiten Mal besiegten Team den letzten Feinschliff vor dem EM-Start gegen Israel am 5. September in Norrköping zu verpassen. Vor den letzten Tests gegen Bosnien-Herzegowina am 29. August in der Kölnarena und am 31. August in der Berliner Max-Schmeling-Halle gegen Italien muß der 45jährige Finne den endgültigen EM-Kader auf zwölf Spieler reduzieren. Ausgemustert wurde in Braunschweig Jan-Hendrik Jagla (Penn State University). Die Entscheidung über das 12. EM-Ticket liegt zwischen Roller und dem Bamberger Steffen Hamann.

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