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Basketball : Der Verband hilft: Bundestrainer nach Braunschweig

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Der Verband als Helfer in der Not. Der Basketball-Bund schickt Bundestrainer Hendrik Dettmann mit sofortiger Wirkung zum hoch verschuldeten Bundesligisten Metabox Braunschweig.

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          Nun beteiligt sich auch der Deutsche Basketball-Bund (DBB) an der Rettungsaktion beim Krisenclub Metabox Braunschweig: Der Verband entsendet Bundestrainer Henrik Dettmann mit sofortiger Wirkung zu dem hoch verschuldeten Bundesligaverein.

          Zuvor hatte bereits die Basketball-Bundesliga GmbH (BBL) in Ralf Beckmann einen Krisenmanager geschickt. Nach dessen Angaben fehlt dem Club aber immer noch ein sechsstelliger Betrag, um nach dem Ausstieg des bisherigen Hauptsponsors Metabox AG die Saison zu Ende spielen zu können.

          „Ob es reicht, ist nicht sicher“

          Bereits am Dienstag leitete Dettmann das Training. Am Samstag im Heimspiel gegen Brandt Hagen wird der 42-jährige Finne das Team erstmals betreuen. „Wir wollen den Spielbetrieb auf jeden Fall aufrechterhalten“, sagte Krisenmanager Beckmann. In wieweit das gelingt, sei aber noch offen. „Wir können nur begleitend helfen“, sagte BBL-Geschäftsführer Otto Reintjes, „die Hauptverantwortung liegt vor Ort.“

          Die BBL habe schon bei der Vermittlung neuer Sponsoren geholfen. „Ob es reicht, ist mit letzter Sicherheit noch nicht zu sagen“, meinte Reintjes weiter. Der Club aus Braunschweig war in die Krise geraten, als das Hildesheimer Multimedia-Unternehmen Metabox AG die Zahlungen eingestellt und seinen 80-prozentigen Anteil an der Basketball GmbH verkauft hatte. Kurz danach stellte die GmbH einen Insolvenzantrag.

          Spieler bleiben trotz Finanzchaos

          Rechtlich umstritten ist, ob die Metabox AG gerade stehen muss für den von ihr garantierten 4,5-Millionen-Mark-Etat. Der eingesetzte Insolvenzverwalter strebt eine außergerichtliche Lösung an. Mit der konzertierten Aktion wollen Verband und Liga den Standort retten. „Braunschweig hat Tradition und eine neue, großer Halle“, so Reintjes. Daher sei der DBB auch auf die Lösung mit Dettmann als Bundesliga-Coach eingegangen. Vorgänger Brad Dean hatte auf Grund des Finanz-Chaos seinen Vertrag aufgelöst.

          Braunschweigs Spieler hingegen haben sich bereits erklärt, vorerst weiter für den Club aufzulaufen. Dettmann wird für sein Engagement in Braunschweig neben seinem Bundestrainer-Gehalt zusätzliche Zahlungen erhalten. Wie hoch diese sein werden und wer sie übernimmt, wollte Reintjes nicht verraten: „Darüber wollen wir nicht reden.“ Dass der Verein das Geld aufbringen kann, ist allerdings unwahrscheinlich.

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