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Basketball : Bei der WM trifft Nowitzki die NBA-Kollegen

  • Aktualisiert am

Feste Größe in der NBA: Dirk Nowitzki Bild: dpa

Schwerer und interessanter ging es nicht: Deutschlands Basketballer werden bei der WM in den USA im Sommer Gegner des Gastgebers sein.

          2 Min.

          Deutschlands Basketballer können sich auf ein Erlebnis der besonderen Art freuen. Mit dem klar favorisierten Gastgeber USA bekam das Team des Deutschen Basketball Bundes (DBB) bei der am Dienstag (Ortszeit) am WM-Ort Indianapolis vorgenommenen Gruppen-Auslosung für die 14. Weltmeisterschaft vom 29. August bis 8. September zwar den schwersten, aber auch reizvollsten Gegner.

          Asien-Meister China und Afrika-Champion Algerien sind die weiteren Vorrunden-Gegner des DBB-Teams. Dieses hatte sich im September 2001 durch den vierten Platz bei der Europameisterschaft in der Türkei erst zum dritten Mal nach 1986 (Malaga) und 1994 (Toronto) - jeweils Vorrunden-Aus - für eine WM qualifizieren können.

          Nowitzki fassungslos

          Dirk Nowitzki, deutscher NBA-Star von den Dallas Mavericks, war nahezu fassungslos über das „Hammerlos“. „Die USA in der Gruppe zu haben, ist schon ein hartes Los. Sie sind natürlich klarer Favorit. Ich hatte gehofft, den USA bis zum Finale aus dem Weg zu gehen“, sagte der 23-jährige Würzburger Augen zwinkernd.

          Nowitzkis Duell mit seinen NBA-Kollegen im US-„Dream Team“ steigt am 30. August im Conseco Fieldhouse von Indianapolis.

          Wieder Matchwinner für die Mavericks

          Auf die Körbe in der 35.000 Zuschauer fassenden Arena konnte sich Nowitzki am Dienstag nach der Auslosung bereits einwerfen. Mit 38 Punkten und 17 Rebounds führte das „German Winderkind“ die Mavericks nach zweimaliger Verlängerung zum 141:140 bei den Indiana Pacers. Zwei Tage nach der Heimpleite gegen Titelverteidiger Los Angeles Lakers war er am 48. Spieltag der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA wieder der Matchwinner.

          Dabei sorgte „Glatze“ Nowitzki mit zwei verwandelten Freiwürfen in den entscheidenden Phasen der beiden Verlängerungen für den 34. Saisonsieg der Texaner, die damit weiter auf Titelkurs in der Midwest Division und auf Playoff-Kurs in der Western Conference steuern.

          Augenzeugen der Nowitzki-Gala waren Bundestrainer Henrik Dettmann, DBB-Präsident Roland Geggus, Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt und der DBB-Vize Wolfgang Hilgert. „Das wird eine harte Nummer. Auch China wird kein leichtes Spiel“, meinte Hilgert zum WM-Los. Die Chinesen hatten sich bei der WM 1986 trotz eines 80:81 gegen Deutschland für die Endrunde qualifiziert - Deutschland schied aus.

          Zwischenrunden-Einzug machbar

          Respekt vor den Deutschen bezeugte US-Coach George Karl, der schon sieben NBA-Akteure fest nominiert hat. „Der europäische Basketball hat sich zuletzt stark verbessert“, so Karl. Zum WM-Start trifft das Team von Bundestrainer Dettmann („eine schwere Gruppe“) am 29. August auf China mit dem 2,16 Meter langen Nowitzki-Teamkollegen aus Dallas, Zhizhi Wang. Am 31. August spielt die DBB-Auswahl gegen Algerien.

          Der Zwischenrunden-Einzug sollte machbar sein. Es kommen jeweils die ersten drei der vier Vorrundengruppen weiter - unter Mitnahme der Resultate gegen die ebenfalls Qualifizierten. Die Zwischenrunde wird in zwei Sechser-Gruppen ausgespielt, deren jeweils erste vier das Viertelfinale erreichen. Im Erfolgsfall träfe Deutschland auf die Top-Drei der Gruppe D (Argentinien, Russland, Neuseeland, Venezuela).

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