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Basketball : Alba und Bonn geraten ins Stolpern

  • Aktualisiert am

          1 Min.

          Die Halbfinal-Playoffs um die deutsche Basketball-Meisterschaft verlaufen für die Favoriten ALBA Berlin und Telekom Baskets Bonn schwieriger als erwartet.

          Drei Tage nach dem deutlichen 93:69 in eigener Halle mußte der Titelverteidiger aus Berlin mit dem 82:90 bei TXU Energie Braunschweig in der Serie „best of five“ ebenso den 1:1-Ausgleich hinnehmen, wie Hauptrundensieger Bonn durch das 70:75 bei TSK Universa Bamberg. Die dritten von maximal fünf Spielen finden am Sonntag in Berlin und Bonn statt.

          „Kämpferisch unsere beste Saisonleistung“

          „Wir müssen die Niederlage schnell abhaken, positiv denken und wieder unseren Heimvorteil nutzen“, sagte ALBA-Trainer Emir Mutapcic nach der Niederlage in der mit knapp 7000 Zuschauern ausverkauften Braunschweiger Volkswagenhalle. „Wir haben Braunschweig in die Serie zurückgeholt, sind aber dennoch stark genug, um uns am Ende durchzusetzen“, meinte Nationalspieler Mithat Demirel, der diesmal das Duell der Spielmacher gegen Demond Mallet verlor. Die Niedersachsen schlugen den Meister mit dessen Waffen - einer sehr starken Verteidigung, mit der sie mit Ausnahme von Berlins Top-Werfer Jovo Stanojevic (25 Punkte) den Gästen den Schneid abkauften. „Das war kämpferisch unsere beste Saisonleistung. Jetzt müssen wir noch spielerisch zulegen“, sagte Braunschweigs Coach Ken Scalabroni, der sich über die Korbausbeute von Szymon Szewczyk (20) und Mallet (17) freute.

          Bambergs Oldie Taylor überragend

          Nichts für schwache Nerven war die brisante Partie im Bamberger Forum, in dem 4400 fränkische Fans für aggressive Stimmung sorgten. Als Rasseln und andere Wurfgeschosse in Richtung Bonner Spieler flogen, drohte sogar ein Spielabbruch. Nach den Boxeinlagen vom Spiel in Bonn wurde auch auf dem heiß umkämpften Parkett des Forums die Idee des Basketballs vom „körperlosen Spiel“ bisweilen ad absurdum geführt. „Wir haben die richtigen Lehren aus der Niederlage in Bonn gezogen und die wichtigen Würfe getroffen“, sagte Bambergs Trainer Dirk Bauermann, der seinem besten Spieler ein Sonderlob zollte: „Was Derrick Taylor heute geleistet hat, war unglaublich.“

          Der mit 39 Jahren älteste Bundesligaspieler erzielte die entscheidenden seiner 15 Punkte in der spannenden Schlußphase - auch, weil Gegenspieler Terrence Rencher durch einen „Pferdekuß“ gehandicapt war. Bambergs Garant für die Lufthoheit unter den Körben war Center Chris Ensminger, der neben seinen 16 Punkten noch 15 Rebounds (9 offensive) holte.

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