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Australian Open : Zverev folgt in Runde drei - Djokovic scheitert

  • Aktualisiert am

Oh weh: Novak Djokovic ist in Australien ausgeschieden Bild: AFP

Für Novak Djokovic sind die Australian Open schon vorbei. Zwei deutsche Herren haben indes keine Probleme in Runde zwei. Bei den Damen gibt es Favoritensiege - und eine deutsche Enttäuschung.

          3 Min.

          Alexander Zverev hat als fünfter von 14 gestarteten deutschen Tennisprofis die dritte Runde bei den Australian Open erreicht. Der 19-jährige Hamburger siegte am Donnerstag in Melbourne 6:2, 6:3, 6:4 gegen Qualifikant Frances Tiafoe aus den USA. Nach dem glatt gewonnenen ersten Satz musste Zverev mehr Gegenwehr des neun Monate jüngeren Tiafoe brechen, kam aber nach 1:57 Stunden Spielzeit weiter. Zuvor hatte am Donnerstag auch Philipp Kohlschreiber die Runde der letzten 32 erreicht, schon am Mittwoch waren Titelverteidigerin Angelique Kerber, Qualifikantin Mona Barthel und Zverevs älterer Bruder Mischa weitergekommen. Andrea Petkovic schied am vierten Turniertag aus.

          Sieg in Melbourne: Alexander Zverev steht in Runde drei

          Der sechsmalige Australian-Open-Sieger Novak Djokovic ist derweil überraschend schon in der zweiten Runde ausgeschieden. Der Titelverteidiger unterlag dem Usbeken Denis Istomin am Donnerstag in Melbourne 6:7 (8:10), 7:5, 6:2, 6:7 (5:7), 4:6. Damit verpasste der Weltranglisten-Zweite und ehemalige Schützling von Boris Becker die Chance, mit einem siebten Triumph alleiniger Rekordsieger des Turniers zu werden. Der 30-jährige Istomin ist nur die Nummer 117 der Weltrangliste und hatte bisher alle fünf Vergleiche gegen Djokovic verloren. Bei den Australian Open ist der im russischen Orenburg geborene Istomin nur dank einer Wildcard dabei.

          „Respekt für Denis, er hat verdient gewonnen. Er war der bessere Spieler in den entscheidenden Momenten. Ich habe bis zum letzten Ball alles probiert“, sagte Djokovic. „Zuerst tut es mir leid für Novak, ich habe mich selbst überrascht“, meinte Istomin, der nach dem Match den Tränen nahe war. Der ehemalige Djokovic-Trainer Boris Becker kommentierte im TV-Sender Eurosport: „Das ist eine neue Weichenstellung für Novak. Das Turnier hat sich komplett verändert. Das ist ein Erdrutsch.“

          Überraschungssieger: Denis Istomin bezwingt Novak Djokovic

          Philipp Kohlschreiber siegte am Donnerstag in Melbourne souverän mit 7:5, 6:3, 6:0 gegen den Amerikaner Donald Young. Das Aus kam dagegen für Andrea Petkovic durch das 0:6, 5:7 gegen die Tschechin Barbora Strycova. Bereits am Mittwoch waren Titelverteidigerin Angelique Kerber, Qualifikantin Mona Barthel und Mischa Zverev in die Runde der letzten 32 eingezogen.

          Petkovic scheitert

          Der an Nummer 32 gesetzte Kohlschreiber zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Leistung. „Das war heute ein sehr, sehr schöner Tag. Ich denke, dass ich das sehr gut gemacht habe“, sagte die deutsche Nummer zwei. Am Samstag trifft er auf den an Nummer sechs gesetzten Franzosen Gael Monfils, gegen den er nur zwei von bislang 14 Begegnungen gewinnen konnte. Gegen Young schaffte Kohlschreiber im ersten Satz gleich ein frühes Break zum 2:1, er gab diesen Vorsprung jedoch sofort wieder ab. Nachdem er sich gegen den 85. der Weltrangliste nach dem nächsten Break zum 6:5 den ersten Satz geholt hatte, lief es für den 33-Jährigen Bayer ganz glatt. Bei schönstem Sommerwetter verwandelte Kohlschreiber auf Außenplatz 7 nach nicht einmal zwei Stunden seinen dritten Matchball.

          Souverän: Philipp Kohlschreiber zieht glatt in drei Sätzen in die nächste Runde.

          Petkovic verbuchte im sechsten Vergleich mit Strycova erst beim Stand von 0:2 im zweiten Satz den ersten Spielgewinn. Danach ließ sie sich offenbar wegen einer Blase am rechten Fuß behandeln. Zwar kam die Darmstädterin nun endlich besser in die Partie, insgesamt machte die 56. der Weltrangliste aber zu viele Fehler und schlug auch nicht gut genug auf. Nach 1:44 Stunden war die Partie auf Platz 2 beendet.

          Aus in Australien: Andrea Petkovic verliert in Runde zwei

          „Ich will nicht gewinnen, wenn ich so spiele. Es ist gut, dass ich verloren habe, sonst lerne ich nicht daraus“, sagte Petkovic und bemängelte ihre Passivität. „Das war ein Rückfall ins letzte Jahr. Das reicht nicht für die Ziele, die ich habe.“ Einzig ihren Kampfgeist rechnete sich die 29-Jährige selbst positiv an. Von ihrem Trainer Sascha Nensel musste sie sich dagegen heftige Kritik anhören.

          Siege für Favoriten

          Die Mitfavoritinnen Karolina Pliskova aus Tschechien und Dominika Cibulkova aus der Slowakei erreichten mit glatten Siegen die dritte Runde. Die letztjährige US-Open-Finalistin Pliskova ließ der russischen Qualifikantin Anna Blinkowa mit 6:0, 6:2 keine Chance. Cibulkova, im vorigen Herbst Gewinnerin der WTA Finals, schlug die Taiwanesin Hsieh Su-Wei 6:4, 7:6 (10:8). Auch die letztjährige Halbfinalistin Johanna Konta aus Großbritannien und die ehemalige Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark kamen weiter. Bei den Herren siegte der Weltranglisten-Dritte Milos Raonic aus Kanada 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) gegen Gilles Muller aus Luxemburg.

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