https://www.faz.net/-gtl-8cpxc

Tennis : Aufregung bei Australian Open

  • Aktualisiert am

Nach einer Unterbrechung von 55 Minuten musste sich Ana Ivanovic geschlagen geben. Bild: dpa

Das sportliche Geschehen ist bei den Australian Open nach dem Zusammenbruch von Trainer Nigel Sears in den Hintergrund geraten. Ana Ivanovic verliert daraufhin gegen Madison Keys und ein alter Bekannter kann den Schläger wohl doch nicht ruhen lassen.

          Die Sorgen um Nigel Sears, Trainer von Ana Ivanovic und Schwiegervater von Andy Murray, haben am Samstag das sportliche Geschehen bei den Australian Open in den Hintergrund treten lassen. Sears musste während der Partie von Ivanovic gegen Madison Keys aus den USA auf der Tribüne ärztlich behandelt werden, der Brite wurde auf einer Trage aus der Rod Laver Arena gebracht.

          Die genauen Umstände des Vorfalls waren zunächst noch unklar. Sears soll sich unwohl gefühlt haben und dann gestürzt sein. Auf dem Weg ins Krankenhaus soll er aber bei Bewusstsein gewesen sein.

          Die Partie von Ivanovic wurde beim Stand von 6:4, 1:0 für rund 55 Minuten unterbrochen, dann aber fortgesetzt. Trotz einer ordentlichen Leistung musste sich die Freundin von Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger am Ende mit 6:4, 4:6, 4:6 geschlagen geben. Schon im Ivanovic-Spiel vor zwei Tagen war eine Zuschauerin auf der Tribüne gefallen und hatte behandelt werden müssen.

          Nigel Sears wurde auf einer Trage aus der Rod Laver Arena gebracht.

          Der 58 Jahre alte Sears ist auch der Schwiegervater von Murray, der parallel in der Margaret Court Arena gegen den Portugiesen Joao Sousa auf dem Platz stand. Murray gewann in vier Sätzen und steht damit im Achtelfinale.

          Wegen des Vorfalls verzichteten die Organisatoren in beiden Arenen auf die obligatorischen Interviews auf dem Platz. Murray und Ivanovic sagten zudem ihre Pressekonferenzen ab. In einem schriftlich verbreiteten Statement sprach Ivanovic lediglich davon, dass es ein „schweres Match“ gewesen sei.

          Zuvor hatte Victoria Asarenka ihren Siegeszug fortgesetzt. Die Weißrussin deklassierte Naomi Osaka aus Japan mit 6:1, 6:1 und wird ihrer Rolle als Geheimfavoritin beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison immer mehr gerecht. Überraschend ausgeschieden ist dagegen die Weltranglisten-Dritte Garbiñe Muguruza. Die Spanierin verlor gegen Barbora Strycova aus Tschechien klar mit 3:6, 2:6.

          Bei den Herren erreichte neben Murray auch Stan Wawrinka das Achtelfinale. Murray besiegte Sousa mit 6:2, 3:6, 6:2, 6:2. Wawrinka setzte sich gegen den Tschechen Lukas Rosol 6:2, 6:3, 7:6 (7:3) durch und trifft jetzt auf den kanadischen Aufschlagriesen Milos Raonic.

          Lleyton Hewitt kann es nicht lassen

          Zwei Tage nach seinem Ausscheiden im Einzel der Australian Open und einer emotionalen Abschiedszeremonie in der Rod Laver Arena stand das australische Tennis-Idol am Samstag wieder auf dem Platz. Im Doppel mit seinem Landsmann Sam Groth spielte Hewitt in der zweiten Runde gegen die an Nummer acht gesetzte Paarung John Peers aus Australien und Henri Kontinen aus Finnland – und gewann in drei Sätzen.

          „Noch seid ihr mich nicht ganz los“, sagte Hewitt unter dem Jubel seiner Fans. Der 34-Jährige hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass er seine Karriere nach den diesjährigen Australian Open beenden wird. Er übernimmt das Amt des Davis-Cup-Teamchefs in seinem Heimatland.

          Weitere Themen

          Der FC Bayern und seine alte Achse

          Nicht die Jungen überzeugen : Der FC Bayern und seine alte Achse

          Löw hat’s gesehen: Die Münchener spielen gegen Leipzig zumindest eine herausragende erste Halbzeit. Das liegt vor allem an den Routiniers. Neuer, Boateng, Müller und Lewandowski halten die Zeit an.

          Topmeldungen

          Nach Interviewabbruch : Es bleiben viele Fragen an Höcke

          Die Aufregung über den Interview-Abbruch und die Drohungen von Björn Höcke verstellt den Blick auf die eigentliche Frage: Wes Geistes Kind ist der AfD-Politiker?

          Nicht die Jungen überzeugen : Der FC Bayern und seine alte Achse

          Löw hat’s gesehen: Die Münchener spielen gegen Leipzig zumindest eine herausragende erste Halbzeit. Das liegt vor allem an den Routiniers. Neuer, Boateng, Müller und Lewandowski halten die Zeit an.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.