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Australian Open : Zverev weiter, Thiem trennt sich von Muster

  • Aktualisiert am

Gut drauf: Alexander Zverev gewinnt gegen Fernando Verdasco. Bild: EPA

Alexander Zverev hat keine Mühe beim Einzug ins Achtelfinale. Die Zusammenarbeit zwischen den Österreichern Dominic Thiem und Thomas Muster war derweil ein kurzes Vergnügen. Thiem gewinnt dennoch sein Spiel – wie auch Rafael Nadal und Nick Kyrgios.

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          Alexander Zverev hat wie Angelique Kerber mit einer überzeugenden Leistung das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Der Hamburger bezwang den 36 Jahre alten spanischen Routinier Fernando Verdasco mit 6:2, 6:2, 6:4 und steht bei seiner 19. Teilnahme an einem Grand Slam zum sechsten Mal in der Runde der letzten 16 - zum zweiten Mal nach Wimbledon 2017 gelang ihm dies ohne Satzverlust. In der Margaret Court Arena, in der am Morgen Angelique Kerber in drei Sätzen gegen Camila Giorgi (Italien) ins Achtelfinale eingezogen war, bot Zverev „das beste Match, das ich in dieser Woche gespielt habe“, wie er zurecht behaupten durfte.

          „Ich bin glücklich, wie ich gespielt habe“, ergänzte der 22-Jährige. Das Match beendete der Weltranglistensiebte nach 1:56 Stunden beim dritten Matchball mit einem starken Aufschlag. Im Achtelfinale trifft Zverev auf seinen bislang stärksten Gegner in Melbourne. Der 21 Jahre alte Russe Andrei Rublew besiegte in der dritten Runde den Weltranglistenelften David Goffin (Belgien) mit 2:6, 7:6 (7:2), 6:4, 7:6 (7:4). Der Moskauer ist die Nummer 16 der Weltrangliste, in diesem Jahr hat er bereits bei den Turnieren in Doha und Adelaide triumphiert. Zverev hat jedoch alle drei bisherigen Duelle mit ihm gewonnen.

          Das Match gegen Verdasco hatte Zverev von Beginn an unter Kontrolle. Mit einem erneut starken Aufschlag und präzisen Grundschlägen ging er nach zwei Breaks schnell mit 3:0 in Führung und holte sich nach 35 Minuten den ersten Satz. Den zweiten Durchgang begann er ebenfalls mit einem Break, Breakbälle von Verdasco wehrte er souverän ab. Im dritten Satz ging es zäher für Zverev. Sein erster Aufschlag kam nicht mehr so häufig, im sechsten Spiel musste er das erste Break hinnehmen und lag 2:4 zurück. Die Kontrolle verlor er allerdings nicht, dem Siebten der Setzliste gelang umgehend das Rebreak, dann zum 5:4 ein weiteres. Der Rest war Formsache.

          Trennung nach nur 17 Tagen

          Die Kooperation der beiden besten Spieler der österreichischen Tennisgeschichte währte nur wenige Tage. Nach den ersten beiden Runden in Melbourne beendeten Dominic Thiem und Thomas Muster ihre Zusammenarbeit, die sie erst kurz vor Turnierbeginn begonnen hatten. „Es hat einfach nicht gepasst“, sagte Thiem nach dem Einzug ins Achtelfinale beim ersten Grand Slam der Saison.

          Beim Sieg des Weltranglistenfünften am Samstag über den US-Amerikaner Taylor Fritz (6:2, 6:4, 6:7, 6:4) saß der frühere French-Open-Sieger Muster schon nicht mehr in der Box. „Zwei verschiedene Charaktere“ seien aufeinandergetroffen, gab Thiem zu, stellte jedoch klar, dass er und Muster (52) sich abseits des Platzes weiter „super“ verstehen würden.

          Thiem (26) trifft am Montag auf den Franzosen Gael Monfils. Dabei wird er weiter vom Chilenen Nicolas Massu betreut. Der Einzel- und Doppel-Olympiasieger von Athen 2004 ist seit April 2019 Thiems Cheftrainer. Muster sollte Massu bei den Grand-Slam-Turnieren und weiteren ausgewählten Events unterstützen. Thiem hatte „eine geile Zeit“ an der Seite des ehemaligen Weltranglistenersten erwartet.

          Ohne Satzverlust hat Rafael Nadal bei den Australian Open das Achtelfinale erreicht. Der Tennis-Weltranglisten-Erste bekommt es nun mit dem Australier Nick Kyrgios zu tun. Der Spanier Nadal gewann seine Drittrunden-Partie am Samstag in Melbourne gegen seinen spanischen Davis-Cup-Kollegen Pablo Carreno Busta mit 6:1, 6:2, 6:4. Damit blieb der 19-fache Grand-Slam-Turniersieger ohne Satzverlust. Kyrgios folgte ihm am Abend in einem spannenden Fünf-Satz-Match in 4:26 Stunden mit einem 6:2, 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 6:7 (7:9), 7:6 (10:8) gegen den Russen Karen Chatschanow. Der 24 Jahre alte Australier hat Nadal in drei von sieben Vergleichen besiegt und vor allem für Furore gesorgt, als er den Favoriten 2014 in Wimbledon bezwang.

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