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Australian Open : Das Finale, das gar keiner erwartet hat

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Noch ein Sieg bis zum Triumph: Garbine Muguruza Bild: EPA

Die Außenseiterinnen Sofia Kenin und Garbine Muguruza stehen überraschend im Endspiel der Australian Open. Vor allem die Fans in Melbourne sind traurig. Dabei könnte das Duell besser werden als der Ruf, der ihm vorauseilt.

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          Es ist kein Endspiel, das sich die Australier gewünscht haben, und es ist auch kein Endspiel, das „man so erwartet hätte“, wie die Tageszeitung „The Age“ schrieb. Tatsächlich kämpft am Samstag (9.30 Uhr MEZ bei Eurosport) keine Spielerin aus den derzeit noch gültigen Top Ten der Weltrangliste um den Titel bei den Australian Open. Es spielt die Nummer 15 gegen die Nummer 32: Sofia Kenin (Vereinigte Staaten) gegen Garbine Muguruza (Spanien).

          Die Top-Spielerinnen wie die im Halbfinale gescheiterten Ashleigh Barty (Australien/1.) und Simona Halep (Rumänien/3.) mögen fehlen – im Halbfinale verloren beide in zwei Sätzen: Spannend dürfte es dennoch werden. Kenin (21) wäre die jüngste Siegerin der Australian Open seit 2008, als Maria Scharapowa (20/Russland) gegen Ana Ivanovic (20/Serbien) gewann. Muguruza wäre die erste ungesetzte Titelträgerin in Melbourne seit Serena Williams (Vereinigte Staaten) 2007.

          „Ich entschuldige mich“, sagte Kenin mit einem verständnisvollen Lächeln, nachdem sie im Halbfinale zum Schrecken des Publikums die „Bartycrasherin“ für Lokalmatadorin Ashleigh Barty war. Doch tatsächlich ist Kenin eine Unerbittliche: „Wenn ich auf den Platz gehe, dann bin ich dort, um zu gewinnen.“ Sie könne das selbstverständlich auch noch besser als derzeit, aber für den Moment sei es genug: „Ich spiele gerade großartiges Tennis.“

          Für Aufsteigerin Kenin, die im vergangenen Jahr immerhin schon drei Titel auf der Tour gewonnen hat und am Montag auf Rang neun der Weltrangliste stehen wird, ist es das erste Grand-Slam-Finale der Karriere. Dagegen kann Wieder-Aufsteigerin Muguruza (26), die durch den vierten Einzug in ein Grand-Slam-Finale auf Rang 16 der Weltrangliste klettern wird, ihren dritten Titel nach den French Open 2016 und Wimbledon 2017 gewinnen.

          Muguruza erlebte nach den French Open 2018 einen Karriereknick. Ende vergangenen Jahres stand die ehemalige Nummer eins der Welt (11. September 2017) erstmals seit 2014 nicht mehr unter den Top 20, sie war nur noch die Nummer 36 und daher in Melbourne nicht gesetzt. Ein Problem? Nein. Auf dem Weg ins Finale gewann Muguruza gegen die Nummer fünf, zehn und drei der Welt – Jelina Switolina (Ukraine), Kiki Bertens (Niederlande) und Halep. Außenseiter? Das Damenfinale in Melbourne könnte besser werden als der Ruf, der ihm vorauseilt.

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